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Die Story ist auf keinen Fall realitätsfern und kommt einem aus dem Alltag irgendwie bekannt vor. Zwar ist es nicht die Regel, dass ein One-Night-Stand solche Folgen hat, aber passieren kann ein sogenannter "Unfall" immer mal. Natürlich soll das hier auch nicht so negativ klingen, denn eine Schwangerschaft ist für manche Frauen ja auch die Erfüllung ihrer Träume. Allerdings haben sich die Eltern bis auf die berüchtigte Nacht hier noch nicht gesehen. Da kann dieser Kindersegen auch schon mal Schwierigkeiten bereiten. Und genau dies ist der Fall in "Fools Rush In".

Dazu kommt noch, dass Isabel und Alex verschiedenen Kulturen angehören, was widerum Probleme bereitet. So gilt es auch, Konflikte zwischen den Eltern zu bewältigen. Und das ist wohl der interessanteste Teil im Film. Bei Alex' Eltern sieht man gleich die Vorurteile der Amerikaner gegenüber den Mexikanern, als diese zuerst glauben, Isabel sei nur eine Putze.
Im weiteren Verlauf werden sich noch viele Unterschiede zwischen den Eltern der beiden zeigen.

Der Handlungssverlauf ist zwar ziemlich spektakulär, aber trotzdem noch nicht zu übertrieben. Die "Spontanheiraten" sind auch ungewöhnlich, stellen aber für Las Vegas keine Seltenheit dar. Trotz des kuriosen Hin und Hers hat der Film allerdings keine Überraschungen parat. Dem Zuschauer ist eigentlich auch schon von Anfang an klar, dass es ein Happy End geben wird.

Die Schauspieler machen einen frischen Eindruck. Matthew Perry spielt ähnlich, wie in der Serie "Friends". Den gleichen Humor, die gleiche Art und auch das selbe Verhalten findet man bei ihm in der erfolgreichen Sitcom so wieder.
Salma Hayek gefällt mir allerdings noch besser und das nicht nur wegen ihrem bezaubernden Aussehen. Bei dem Zuschauer kommt sie mit dem Latino-Akzent einfach sympathisch rüber. Perfekt englisch sprechen kann sie in der Realität übrigens auch nicht, deshalb war diese Rolle wahrscheinlich auch so gut auf sie zugeschnitten. So temperamentvoll wie hier habe ich Salma Hayek bisher jedenfalls selten gesehen.

Fazit: "Fools Rush In" kann an einigen Stellen durchaus unterhalten. In Sachen Gags gibt es zwar nicht soviel zu bewundern, dafür wird man aber von einer sehr sympathisch spielenden Salma Hayek entschädigt.
(Noch 7/10 Punkten)

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