Review

Fluglotse Nick Falzone ist der beste Mann seines Berufs in New York. Er dirigiert Flugzeuge im Flugraum über der Stadt, die das größte Flugverkehrsaufkommen weltweit hat, mit spielerischer Leichtigkeit. Nicht nur er selbst, auch seine Kollegen halten ihn für den Größten. Doch alles hat einmal ein Ende. Als eines schönen Tages Russell Bell als Verstärkung zum Team der New Yorker Fluglotsen hinzustößt, dauert es nicht lange, bis die Rangfolge an den Monitoren sich zu dessen Gunsten gedreht hat.

Spannung, Action und trockener Witz verspricht die Tagline dem Zuschauer und in jedem siebten Ei eine original Boeing Kotztüte. Von all diesen lustigen Wahlversprechen hab ich aber reichlich wenig davon im Film selbst erkennen können. Vielmehr ist das Ganz ein zelluloider Schwanzvergleich des Macho-Sunnyboys Nick und des introvertierten Neulings Russell (soll man eigentlich über die blöde Indianerfeder, die ebensolche Wurzeln verkörpert, lachen? Wenn ich Arbeitgeber wäre und erst recht auf so einem verantwortungsvollen Posten, wär so eine Witzfigur in der ersten Kaffeepause rausgeflogen).
Die beiden streiten sich munter um die Figur des Alphamännchens erst im Beruf und später wird auch noch überkreuz mit den Frauen rumgemacht, wobei ich nie gedacht hätte das Kaliber wie Cate Blanchett und Angelina Jolie in der Lage sind, sich dermaßen blass durch einen Film holzen können. Erschwerend kommt hinzu, das Turbulenzen mit zwei Stunden Laufzeit einfach viel zu lang ist. Im Komödienbereich reichen die Standard 90 Minuten meines Erachtens völlig aus, denn irgendwann reitet sich der Witz auch tot.
Trotz der wirklich hochkarätigen Besetzung ist das Ergebnis doch recht enttäuschend. Das sah der DVD-Rohling, auf den 20th Century Fox den Kappes pressen ließ, bei mir vermutlich ähnlich und verweigerte konsequent die deutsche Tonspur (gut, kann der Film nix für, paßte aber irgendwie ins Bild).
3/10

Details
Ähnliche Filme