Nun ja, was soll man von der 4. Fortsetzung eines mittlerweile klassischen Slasherfilms halten?
Nicht viel, da der Plot sich ohnehin schon mit dem 1.Teil erschöpft hatte und sowieso immer nur eine (mehr oder weniger kreative) Variation des selben möglich war.
Zur Story: Michael Myers Nichte Jamie (immer noch dargestellt von Danielle Harris), die mittlerweile in ein Kinderkrankenhaus (oder eine Kinder-Klapse?) eingeliefert wurde ist (wie im 4.Teil bereits gezeigt) auf seltsame Weise mit ihrem Onkel verbunden und erlebt dessen Morde regelrecht mit. Natürlich hat M.M. das Geballere des 4.Teils überlebt (was der Zuschauer in einer unlogischen Rückblende zu sehen bekommt) und sucht seine Nichte erneut heim. Dabei hinterlässt er natürlich wieder eine lange Blutspur...
Ich denke, ich verrate nicht zu viel, wenn ich vorwegnehme, dass Mass(k)en-Metzel-Mörder Michael Myers auch diesen Teil überleben wird, denn es gibt ja noch einen 6., einen 7., einen 8. (...etc.?) Teil der ausgebluteten Slasherreihe, wovon zumindest "Halloween H20" halbwegs gelungen - wenn auch etwas langweilig - war.
Langeweile gibts auch in "Halloween 5" satt, obwohl der Film einen akzeptablen Bodycount aufweist (Myers bringt es auf 8 oder 9 Morde). Auch wird hier eine neue Figur eingeführt, deren Charakter in "Halloween (6)-Der Fluch des Michael Myers" - naja sagen wir mal - vertieft wird, die zumindest am Ende überraschend munter mitmetzelt.
Der Film versucht zumindest eine Spannung aufzubauen, was man ihm zu gute halten muss, aber es gelingt aufgrund eines veritablen Drehbuchs und durchschnittlicher Darsteller (allen voran den nervtötenden Charakter der "Tina", die aufgrund ihrer "Lebenslust" schon von vornherein zum Sterben verurteilt ist) nicht wirklich. Die Figuren sind dermaßen klischeehaft pubertär gezeichnet, dass sie jeder drittklassigen Parodie von "Freitag der 13." Konkurrenz machen könnten. Und dem können wirklich nur Trash-Fans (wo ich sogar teilweise dazu gehöre) etwas abgewinnen.
So kann der Bodycount im Film gar nicht hoch genug sein, um den gebeutelten Horrorfan vom Einschlafen abzuhalten.
Aus der Demaskierungs-Szene von M.M. am Ende des Films hätte man durchaus mehr machen können, der Film bleibt aber in - immerhin akzeptablen - Ansätzen stecken und wirkt eher lächerlich (ein weinender M.M., wie lustig).
Ich musste mir natürlich - als eingeschworener Horror- und Splatterfilmfan - diesen Murks antun, um zumindest einmal am Tag - angesichts des miesen Drehbuchs dieses Films - lachen zu können, was aber denke ich, nicht im Interesse der Regisseurin sein dürfte.
So bleibt "Hallowen 5" die unnötige Rache des M.M. (wie der deutsche Untertitel lautet). Der Splatteranteil ist eher gering, ebenso wie die Qualitäten der Regisseurin und des gesamten Ensembles. Der Trash-Faktor indessen ist hoch und somit nur Trash-Fans und Fans der Reihe (wie eigentlich auch mir) zu empfehlen.
Deshalb vergebe ich eher versöhnliche als berechtigte 5 von 10 Punkten.