Na, was ist denn das? War der vierte Teil der legendären Schlitzer-Serie rund um den unsterblichen Massenmörder Michael Myers noch gut ansehbar, greifen hier die Macher bei Teil 5, der ca. ein Jahr später gedreht wurde, ganz tief ins Klo.
Was ist da passiert? Was ist falsch gelaufen? Und vor allem: Wie kann man einen Film nur so derart langweilig inszenieren?
Die Brutalität ist, wie bei Fortsetzungen üblich, zwar angestiegen, aber trotzdem herrscht fast den gesamten Film über absolute Langeweile. Einfallslos wird zum zweiten Mal die Geschichte um Michael Myers und seine Nichte Jamie heruntergespult. Unsympathische Teenie-Knallchargen mit füchterlich öden und viel zu lang geratenen Dialogen wechseln sich ab mit ewig andauernden "Spannungssequenzen", bei denen man am liebsten sofort auf dem heimischen Sofa einschlafen könnte. Es passiert einfach zu wenig ansehbares. So wie die Szenen gestreckt sind, hatte das Drehbuch wohl nur 10 Seiten, die man auf 90 Minuten bringen musste.
Von Atmosphäre und Spannung also keine Spur. Zudem wird die eigentliche Figur des Michael Myers ignoriert, denn er zeigt hier tatsächlich Gefühle, wobei er doch das absolut Böse darstellen soll. Das ist also der Clou, der Fans der Serie bei der Stange halten soll? Na dann. Aber wenn die Eigenarten der Hauptfigur ignoriert werden, ist das doch ziemlich sinnfrei.
Fazit: Selbst ich als Slasherfilm-Fan muss sagen, dass man dieses Machwerk getrost vergessen kann. Zu Recht wird er als einer der schlechtesten "Halloween"-Teile angesehen. Dann doch lieber Teil 4 oder 6, oder aber natürlich gleich das Original.