Direkt in Anschluss an den vierten Teil schloss man mit neuem Regie-Team einen weiteren Schnellschuss nach, der einen weiteren soliden, aber inhaltlich noch wesentlich einfallsloseren und weniger spannenden Slasher darstellt.
Die altbekannte Heddonfield-Story wird relativ unspektakulär erzählt, die Hauptdarsteller sind die kleine Jamie (wieder sehr gut gespielt, aber auf deutsch schlecht synchronisiert), der wesentlich verrückter und obsessiver wirkende Dr. Loomis (der erhabene Pleasence in einer eher passablen Vorstellung) und weniger Micheal selbst. Die Grundidee, den Killer mit seiner Schwester kurz zu schalten ist eigentlich ganz gut, hat allerdings zur Folge, dass die meisten Mordszenen eher harmlos sind, weil sie direkt mit dem panischen Kind gegengeschnitten sind. Dazu steht die Verbindung Loomis-Jamie im Vordergrund, die sogar noch interessanter ist, da Loomis sich von der total unmenschlichen Seite zeigt und das zunächst erstummte Kind richtig brutal zu Aussagen über Myers Aufenthalt zwingen will.
Dass der Film damit nicht über die Runden kommt liegt natürlich an der eher minderbemittelten Inszenierung, welche dann natürlich auch die klare Studioanweisung hatte, genügend dumme-Teen-Szenen und Slasher-Standards einzubauen. Leider arbeitet der Regisseur dabei vor allem mit vollständig misslungenen Fake-Scares und unerträglicher Masse. Vor allem in der Scheunenszene wird das so übertrieben, dass man tatsächlich jedes Interesse verloren hat, bevor es zur eigentlichen Horrorszene kommt!Die Spannungsszenen halten sich in Grenzen und funktionieren eigentlich nur, wenn sich Michael und Jamie direkt treffen, z.B. in den Traumsequenzen der Kleinen.
Anstatt der Vorzeige-Stadt Heddonfield neue Eigenschaften zu geben, beschränkt man sich hier darauf, Deppen-Prototypen zu verwenden und sogar auf die trotteligen Dorfpolizisten wird nicht verzichtet.Die Goreszenen sind, wenn sie denn kommen, von der KNB-group gut durchgeführt, doch offenbar hatte man hier richtig Schiss vor dem r-rating und zeigt nicht mal solche Standard-Splattersachen wie Köpfungen, dafür gibt es z.B. eine Mistgabel durch den Bauch oder eine Harke inne Fresse, naja, die Splatterfans werden nicht gerade jubeln...
Die vielen ursprünglich wohl als flappsige Bemerkungen geplanten Sprüche sind sowas von unlustig, dass man meinen könnte, ein deutscher "Stand-up-Comedian" hätte sie geschrieben.Ein Pluspunkt ist jedoch das recht gelungene Finale.
Fortgesetzt wurde das ganze mit einem strohdummen, aber dafür urblutigen sechsten Teil.Fazit: Keine totale Katastrophe, aber oft unfreiwillig komisch und nur halbherzig, sowohl in der Slasher-Konsequenz als auch im Spannungsaufbau. Technisch eher einfallsloser Standard.