Review

Nachdem der 4. Teil der Halloween - Reihe noch immer genug Geld für eine Fortsetzung eingespielt hat, lies diese natürlich nicht lange auf sich warten. Schon nach nur einem Jahr präsentierten Othenin - Girard (Regie) und Mustapha Akkad (Produzent) diesen Schnellschuss. Nachdem schon sein Vorgänger ziemlich vom Erfolskonzept der ersten beiden Teile abschweift, hat der 5. Teil so gut wie nichts mehr mit Capenter`s Suspense - Klassiker gemein.
Ein paar Worte zur Story::
Wie schon " Der Mann mit dem Plan " geschrieben hat, ist der Anfang völlig dumm und an den Haaren herbei gezogen. Dass sich Michael Myers erschöpft von einem Emeriten aufnehmen lässt, dieser ihn dann Gesund pflegt, um den Maskenmörder nach einem Jahr fit wie eh und jeh wieder ins Rennen zu schicken, kann wirklich nur aus der Feder eines Idioten stammen. Ähnlich schwachsinnig wie der Film beginnt geht es dann auch weiter. Alle 15 Minuten
darf man sich erfreuen wie Michael herumblödelnde Teenies aus dem Gestrüpp beobachtet, die er sogleich mit wenig Motivation und Aufwand um die Ecke bringt.
Unterbrochen wird das belanglose Treiben von Myers nur durch einige Schreiattacken der kleinen Jamie, die Dank einiger hirnloser Drehbuchautoren, jetzt mit Michael in ständiger telepathischer Verbindung steht und somit jeden Mord ihres Onkels miterleben darf. Dies wiederholt sich dann einige male, bis es zum überaschenden wie auch angsteinflössenden Ende kommt. Überraschend, weil ein gänzlich unbekannter Michael Myers zur Flucht verhilft. Angsteinflössend, weil man schon einen kleinen Einblick davon bekommt wie sich die Geldgeber die Zukunft ihres Haddonfield-Killers vorstellen und man schon erahnen kann in welch unergründlichen Schwachsinn die Halloween - Thematik abtriffet.
Zu den Darstellern:
Auch der sonst so überzeugende Donald Pleasence, der mit seiner hervorragenden Leistung maßgeblich zum Erfolg des Originals beigetragen hat, kann diesem Machwerk nicht die dringend nötige Würze geben, vielmehr hat es den Anschein als würde er sich immer weniger in seiner Rolle wohl fühlen. Mit einer völlig überzogenenen, eines geistig verwirrten ähnlichen Art irrt er durch die spannungsarme Story. Auch die kleine Danielle Harris, die im 4. Teil eigentlich eine ganz passable Vorstellung gab, kann den Zuschauer nicht für sich gewinnen, sondern fängt eher an ihn mit ihrer „Schreierei“( was sicher such an ihrer schrecklichen dt. Synchrostimme liegt) zu nerven. Die wenig überzeugende schauspielerische Leistung der beiden oben genannten wird nur noch von dem absolut dämmlichen Polizistenduo getoppt und zugleich könnte ihre Darstellung das Gesamtbild des Films am besten spiegeln. Auch wenn es bei einer solchen Produktion nicht anbracht ist, wage ich den alles aufklärenden Vegleich: Nimmt man auf der einen Seite die fabelhafte Vorstellung der Filmdebütantin Jamie Lee Curtis in Halloween (1978) und vergleicht sie mit der Leistung der Tina - Darstellerin, die in dem Film ja auch mehr oder weniger den Part der Hauptactrice übernimmt, wird einem doch schnell klar das Welten zwischen diesem Machwerk und dem Meisterwerk von Carpenter liegen.

So, nun genug geklagt. Da ich ja ein großer Verehrer des Originals bin und wenigstens die Darstellung von Michael Myers einigermaßen In Ordung geht gebe ich ihm großügige 2/10 Punkten.
(Meine Bewertung fällt deswegen so schlecht aus, da ich als Halloween-Fan immer den Vergleich zum Original suche)

ARE YOU READY FOR YOUR DEADTIME STORY?

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