Review
von Leimbacher-Mario
Nur ganz wenige Höhepunkte
Da Teil 4 & 5 nun ungeschnitten endlich vom Index & gute Blu-rays erhältlich sind, wurde es am Wochenende Zeit für einen Halloween-Double Feature. Und während Teil 4 noch weitestgehend gut war, ist Teil 5 nochmal ein ärgerlicher Schritt in die falsche Richtung. Hier ist Michael Myers immer noch hinter seiner kleinen Nichte Jamie her, die mittlerweile so etwas wie ein psychische Verbindung zu ihrem bösen Boogeyman-Onkel aufgebaut hat. So sieht sie seine Morde in ihrem Kopf, hat ihre Stimme heiser geschrien & sticht auch selbst gerne mal ihre Stiefmutter ab, bevor das übliche Treiben in Haddonfield & die Jagd auf M.M. losgeht.
Während Halloween 4 noch viel Atmosphäre, teilweise sogar Grusel bereit hielt, hakt es bei Teil 5 an allen Ecken & Enden. Danielle Harris als kleine Jamie nutzt sich ab & nervt durch das furchtbare Drehbuch eher - was man bei so einem süßen Kind auch erstmal schaffen muss. Michael wird nicht zur eigenen Parodie, aber manchmal schrammt er daran nur knapp vorbei. Dazu kommen etliche nervige Personen, denen man Michael an den Hals wünscht, nur eine erwähnenswerte, spannende Szene (Jamie eingeklemmt in einer Wäscheröhre) & viele Kopfschüttel-Momente. Selbst Dr. Loomis gerät hier zur Selbstkarikatur & rettet nichts mehr. Frisch ist hier auch nichts mehr, alles wirkt abgenutzt. Selbst Fans der Serie wird es hier schwer gemacht. So bleibt am Ende ein gerade noch akzeptabler Slasher (zumindest für Fans der Reihe), der aber weder Eigenständigkeit noch Härte, Grusel oder Spaß bietet. Was soll dann das Ganze außer Geld machen?
Fazit: der bis dato schlechteste Halloween-Teil. Hätte eigentlich der endgültige Sargnagel für die Reihe sein sollen... aber leider ist Michael noch zäher als erwartet!