Bis heute einer der bekanntesten Filmemacher des philippinischen Kinos, für mancherlei gar überhaupt einer der Namen, die aus dem asiatischen Land geläufig und mit Kollegen wie v.a. Teddy Page und vielleicht noch Jun Gallardo und Francis Posadas zumeist für das Bedienen der ausländischen Mitbürger mit einheimischer Ware zuständig sind. Geliefert wurden dabei in der Phase des Aufkommens der Videotheken oftmals reine Kriegsscharmützel, Namsploitation, die aus dem Dschungelkampf das große und vor allem explosive Abenteuer machten und in einer Tour Detonation und Schießerei und damit Faszination und kinetische Imagination am Aneinanderreihen sind.
Das Eagle - Team bestehend aus Sgt. Rich Stratton [ Brett Clark ], Cpl. Johnny Ransom [ Robert Patrick ] und Cpl. Willy Leung [ Rey Malonzo ] bekommt von Capt. Carter [ William Steis ] den Auftrag, den gegnerischen Col. Trang [ Vic Diaz ] während einer Zugfahrt durch Feindesgebiet zu entführen. Da das die Unterstützung innehabende Condor - Team unter Führung von Sgt. Maddox [ David Light ] aber schon zu Beginn der Mission in einen Hinterhalt gerät und ihren Teil abbrechen muss, gerät der Einsatz gegenüber der grotesken Übermacht trotz viel Bemühens zu einem Fehlschlag; was der eh schon latenten Feindschaft zwischen beiden Trupps nicht wirklich förderlich ist. Als die Journalistin Chris Chandler [ Cec Verrell ] allerdings einen abtrünnigen und räuberischen Verein von Renegaten um Sgt. Bo Ratnner [ Ed Crick ] ent- und aufdeckt und diese die Frau samt Beweisen jagen, müssen die richtigen Soldaten zusammenhalten, um dem versprengten Kommando etwas entgegenzusetzen.
"Ich will dir mal was sagen, Johnny. In diesem verdammten Krieg wird nur übertrieben."
Zwei Feuerstunts schon in den ersten zehn Minuten, dazu ein scheinbarer Rückzug im tiefsten Dschungel, der in letzter Sekunde durch das Eingreifen einer Elitetruppe mit Schießkünsten wie aus der Wildwestshow noch umgewandelt wird in einem Gewinn. Und ein ausführlicher Überfall auf das Hauptquartier der Kompanie C und dessen Checkpoint samt anliegenden heimischen Stadt, von der außer brennenden und zerrissenen Bauten unter all dem Flakbeschuss und der abgesendeten Raketenwerfer nichts mehr überbleibt, und nur noch die gefallenen Soldaten und Zivilisten zu zählen sind.
Santiago eröffnet wie gewohnt schnell und ohne Vorwarnung, "Tempo! Tempo!" an allen Fronten, der erste Tote in der Geschichte um Geschäftemacherei, Privatfehden und Soziopathentum in Uniform ist auch schon die erste Einstellung, wird auch danach erstmal das Gefecht in Augenschein genommen und die Personen durch die Benutzung der Waffen vorgestellt. Dabei ist die Besetzung hier konkreter und bekannter als sowohl in den beiden Nachfolgern als auch sonst üblich bei den Heulern über den 'Vietnamkrieg' und der Santiagoischen Bearbeitung der Geschehnisse aus der Sicht des B-Picture Filmemachers mit viel Detonation, Destruktion und Schusswechsel in der philippinischen Wälderpampa ist. Robert Patrick natürlich, Cec Verrell, aber auch Rey Malonzo, der als einheimischer Filmheld anwesend und dem Pinoy Action Kino eng verbunden ist, dazu eine ganze Riege der Stammbesetzung vom Regisseur, quasi die Hausmannschaft, ein eingespieltes Team, die Hart wie Stahl und Angetreten zum Verrecken sind.
Für westliche Augen mag das Ganze vielleicht schäbig aussehen, für damaliges philippinisches Kino aber sind die großen Freundschaftswochen ausgebrochen, ist das ordentlich Spektakel und Grandezza, wird viel Technik, auch bei Verfolgungsjagden durch unwegsames Gelände und fleißig Beschuss auch aus der Luft per Hubschrauber, darunter die Bombardierung eines Dorfes und ähnlicher Aufwand mit Explosion en masse und diese leinwandfüllend und den Horizont erhellend sind. Eine gewisse 'preiswerte' Natur des Filmes liegt an den Darstellern, oftmals Chargen gerade in den Nebenrollen, der Nutzung zerfressener Flora und Fauna und auch einigen inszenatorischen Unzulänglichkeiten, wie die Aufbietung einiger Ureinwohner im Lendenschurz und das Spielen am Zeitraffer, welches Szenen teilweise wie bei den Keystone Cops noch aussehen lässt. Ansonsten ist immer was los, gibts hier mit der groben Kelle, selbst in einer Rückblende einer blutigen Geiselnahme in einem Schwarzmarkt-Warenhaus das Schießeisen gezückt; wird sich auch abseits des permanenten Munitionsverbrauchs entweder angeschnauzt, in Bars geprügelt oder sonstwie gegenseitig an die Gurgel gegangen, auf das es eine Freude ist.