Nach einem Flug zum Saturn kehrt ein Mann auf die Erde zurück und wandelt sich zum unglaublich(en) schmelzenden Mann, der sich zum Überleben menschliche Zellen einverleiben muss und daher mordend durch die Gegend wandert. Ein Freund, Militär und Polizei sind ihm auf den Fersen.
So wirklich viel hat der Film nicht zu bieten. Der incredible melting man läuft die meiste Zeit durch die Weltgschichte, schmilzt vor sich hin, verköstigt sich an kurz zuvor eingeführten Figuren und erinnert sich zwischenzeitlich an seinen Flug zum Saturn. Hierbei kommt schnell Langeweile auf, denn große Abwechslung wird dabei nicht geboten und auch die Geschichte von seinem ihm hinterhereilenden Kumpel und seiner schwangeren Frau eignen sich nicht dazu den Gedanken an die Vorspultaste zu verdrängen.
Beim Showdown kommt dann richtige Spannung (und für eines der Opfer Hochspannung im wahrsten Sinne des Wortes) auf und es gibt in meinen Augen überraschende Ereignisse, die ich hier jedoch nicht verraten möchte.
Der wahre Star des Films ist zweifelsohne Rick Baker bzw. seine geschaffenen Make Ups. Sein Talent hat er an dem über den Streifen mehr und mehr zerfließenden Mann gekonnt ausgelassen. Leider war es das dann auch schon mit gelungenen Effekten in diesem Filmchen, denn von der Nahrungsaufnahme des wandelden Schmelzkäses sieht man kaum etwas, da die Kamera dazu neigt frühzeitig wegzublenden. Ein durch einen Fluss treibender abgetrennter Kopf, ein abgetrennter Arm und eine Gesichtsbisswunde sind hierbei das einzige, was man zu sehen bekommt.
Die Darsteller sind in Ordnung, müssen aber auch keine tiefgreifenden Charaktere verkörpern. Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass der Regisseur von "Das Schweigen der Lämmer" und "Philadelphia", nämlich Jonathan Demme, eine kleine Rolle als Futter für den Schmelzmann übernommen hat.
Sehr schön ist die musikalische Untermalung zu den bewegten Bildern geworden, da sie Erinnerungen an die frühen Monster- und Horrorfilme wachwerden lässt.
Insgesamt bin ich etwas enttäuscht von diesem Werk, da wirklich zündende Ideen rar sind und einige Längen sich nicht verbergen lassen, aber man bekommt dafür ein gelungen getrickstes Wesen zu sehen und die typische Monsterfilmathmosphäre zu spüren und das rettet den Film vor dem frühzeitigen Schmelztod.