Astronaut Steve West fliegt zusammen mit zwei Berufskollegen in die Nähe des Saturns. Die Mission verläuft jedoch nicht wie geplant. Nur West überlebt – jedoch furchtbar entstellt (seine Haut scheint "wegzuschmelzen"). Eines Tages gelingt ihm die Flucht aus dem Militärkrankenhaus. Mit einem Geigenzähler macht man sich auf die Suche nach ihm. Und die Zeit drängt: Um nicht wie ein Schneemann im Frühling zu enden, benötigt West möglichst viel menschliches Fleisch und Blut...
Seufz, der bekannte deutsche Filmtitel (Der Planet Saturn lässt schön grüßen) ist etwa gleich lächerlich, wie die Story. Zum Glück ist dies, zumindest bei Filmen dieses Subgenres, längst nicht immer ein Nachteil. THE INCREDIBLE MELTING MAN gehört zu den – leider nur sehr wenigen – Melt Movies (Body Melt, Street Trash).
Herausragend gut an diesem Film sind die tollen Make-Up-/Gore-Effekte von Rick Baker (An American Werewolf in London). Wenn man bedenkt, dass der Film schon bald 30 Jahre auf dem Buckel hat – und nur ein kleines Budget vorhanden war –, so ist die von ihm geleistete Arbeit umso beeindruckender.
Leider trifft dies jedoch nicht auf den Rest des Films zu. THE INCREDIBLE MELTING MAN weist doch einige Längen bezw. langweilige Passagen auf. Dass viele der Schauspieler nicht gerade überzeugend agieren, dürfte keine allzu große Überraschung sein. Am meisten habe ich mich jedoch über die Musik genervt: Der Soundtrack wirkt oft sehr unpassend...
Dafür bietet THE INCREDIBLE MELTING MAN eine (eher zu kleine) Portion Selbstironie und auch bewusste Parallelen mit Filmen wie FIRST MAN INTO SPACE (1959). Und nur schon der letzte "Schmelzeffekt", macht den Film für Genrefans auf jeden Fall sehenswert!
5,5 Punkte