5
Mit dem langsam schmelzenden Astronauten wurde das Subgenre der Meltmovies begründet, die sich in Blut und Schleim förmlich suhlen. Die Erzählweise erinnert hier noch stark an die utopischen B-Filme aus den Fünfziger Jahren, weil ja auch das Original RAKETE 510 aus dieser Zeit stammt, doch die maskenbildnerischen Eskapaden des damals noch blutjungen Rick Baker sprechen eine eindeutige und rohe Sprache. Jedoch wäre die tragische Figur des matschigen Monsters noch um ein Vielfaches reizvoller gewesen, wenn es sich durch den Verzehr von Menschfleisch auch wieder regenerieren könnte, anstatt sich bloß zusehends und unabwendbar zu verflüssigen. So aber torkelt die glibberige Gestalt nur ständig auf der Suche nach neuen hohlen Opfern sinnlos durch die Gegend, was auf Dauer einfach nur langweilig ist. Nur die gelegentlichen Gore FX peppen das triste Trashfilmchen ein wenig auf. 5 von 10.
6
Geil-trashiger Ekel-Film aus den 70ern um einen Astronauten, der als einziger lebendig von einer Reise durch die Saturnringe (?) zurückkehrt, seitdem aber radioaktiv verseucht (??) ist, so dass er langsam aber sicher dahinschmilzt (???). Diesen Prozess kann er nur aufhalten, indem er seine Zellen durch das Fressen von Menschenfleisch erneuert... (?!?!?!) Darsteller und Dialoge unter aller Kanone, Logik: Hallo? Aber mit ganz viel Charme und netten Erdbeer-Joghurt-im-Gesicht-Effekten.
3
The Incredible Melting Man (3/10) Hilfe, was für ein Trash ist denn das? Ein Astronaut, der als einziger Überlebender einen Flug zum Saturn überlebt hat, wird irre, und zum mordlustigen Monster, dem der Körper schmilzt. Echtes Schmelzen? Nein, eher andauerndes Mini-Geschleime der billigen Art, und die Fusspuren sind schön schleimig. Das war es dann auch. Ein Kopf fliegt billig durch die Gegend, ein paar Arme und Hände liegen in der Gegend rum, und am Ende zerfliesst der arme Hund auch noch, was doch einigen Ekelfaktor besitzt. Dennoch, der Rest ist gähnende Langeweile, Herumgerenne und die matschige Fresse des Astronauten sorgt auch nicht für mehr Spannung. Und wenn er mal einen ruhigen Moment hat, und sich im Wasser oder sonstwo betrachtet, hört er dauernd den Countdown und Raumfahrerkram. Alles in allem: Billighorror ohne Anspruch, den man sich getrost schenken kann. Da ist selbst "Street Trash" anspruchsvoller, und das ist schon Trash pur. Ich rate ab.
4
Nette Parodie auf dumme SF-Horror-Trasher, die allerdings selbst nicht gerade besonders anspruchsvoll oder gar künstlerisch wertvoll daherkommt. Zweifelloses Highlight ist die FX-Kunst des heute zu Recht hoch angesehenen Rick Baker, der dem vor sich hin schleimenden Astronauten Steve West wahrhaft hübsch-häßliche und seiner Zeit in technischer Hinsicht bahnbrechende Masken verpasste. Regisseur William Sachs indessen zeigt sich nicht gerade besonders innovativ, so dass man eine ausgelutsche Story und streckenweise auch etwas Langeweile in Kauf nehmen muss. Trotzdem: dank der sensationellen Melt FX und einem gehörigen Schuss Selbstironie (man achte besonders auf die Schlusspointe) steht "Der Planet Saturn lässt schön grüßen" für all jene , die sich für den Splatterfilm der Prä-Zombie1-Ära interessieren, auf dem Pflichtprogramm.
7
Einer von den Filmen die kaum einer kennt,und schon gar keiner von ihnen spricht.Schade,denn "The incredible melting Man" stellt das Erstlingswerk des damals jungen US-Regisseurs William Sachs dar, der es wie einst seine Kollegen Carpenter, Romero,Hooper und andere mit einem Horrorstreifen probierte, um im Filmbussines Fuss zu fassen. Ein Astronaut,der als einziger lebend von einem Saturnflug zurückkommt,beginnt auf der Erde buchstäblich zu zerfliessen. Als menschenfressendes Ungeheuer terrorisiert er eine Nacht lang eine Kleinstadt. Die Spezialeffekte von Rick Baker(King Kong) sind ebenso sehenswert wie einige satirische Einlagen gelungen sind,z.B. wenn ein Strassenkehrer die Ueberreste des Melting Man in den Abfalleimer wirft. Wer das Horrorkino der 50er Jahre(die Filme von R.Corman u.a.) liebt, der wird von diesem Film sicherlich nicht enttäuscht sein. Punkte 7/10