Review

Die Todesinsel

Reporter: „Der Dämon im Paradies, der Eingeborene auffrisst! Kommen sie her und besichtigen sie ihn!“ - Filmzitat

Auf einer paradiesischen Südsee-Insel fischen ein paar Kriminelle Typen illegal mit Dynamit und erwecken dadurch ein altes Fischmonster, welches die Eingeborenen "Akura" nennen. Jetzt geht der Horror los: Auf der Insel werden plötzlich unheimliche Morde begangen und eine Reptilienforscherin findet zusammen mit dem örtlichen Sheriff heraus, dass es sich um ein prähistorisches Monster handelt. Nebenbei sind die Dynamitschmuggler in der Klemme, weil ihr Lager in die Luft fliegt und sie jetzt die Mafia am Hals haben. Zum Schluss wird dann die Armee gerufen die nach bester Vietnam-Trash Manier das Monster in eine Höhle treibt und mit Granaten zum platzen bringt. Das ist so in etwa die Story des Films, wenn auch nur schnell dahin geschrieben.
Aber viel wichtiger noch: Wer hätte gedacht, dass dieser Streifen so gut ist? Ich jedenfalls nicht - der Film ist allerdings verflucht köstliche Trash-Unterhaltung! Man fragt sich eigentlich, was an dem Film so lustig sein soll, immerhin klingt er mehr als überflüssig... Aber es gibt einiges zu sehen und zu hören. Da ist z.B. die Musik, die wohl unter Anderem trashigste im Sonnensystem! Hier laufen verdammt viele Stücke, von Inselmucke bis zu der Softporno-Musik beim Playboy Shooting ist alles dabei. Dann ist da noch das gefürchtete Monster. Eins der albernsten die ich je gesehen habe! Es sieht aus wie eine Kreuzung aus Godzilla mit Hundeschnauze, Schrecken vom Amazonas, dem Teufel und einer Riesen-Echse. Lustig ist es vor allem am Ende, wenn es durch den Dschungel läuft. Ausserdem gibt es noch eine sehr witzige Synchro und dementsprechend fallen auch die Dialoge aus. Lustige Szenen ausser allen Mord- und Monsterstellen sind z.B. die Eiersuche (vor allem die Musik!), das Ritual der Insulaner um das Monster zu vertreiben und die Foto-Shootings. Übrigens sind hier alle Charaktere absolut klischeehaft und überzogen gemacht: da wäre der heroische Sheriff, der das Monster für einen Serienkiller hält - die Forscherin, die es lebendig fangen will - das eingebildete und geile Playboy-Modell, was den Gangstern den Hasch klaut und besonders der trashige Reporter: Ein habgieriger Typ mit ner 1x1 Meter Locken-Frisur und ner Easyrider Sonnenbrille der jeden mit "Mann" anredet. Auch kann man noch erwähnen das hier sehr viel vom "Horror Alligator" geklaut wird. Die Todesinsel ist einer der ultimativen Fischmonster Trashfilme und wird jedem zusagen der über billige Masken und Pornomusik lachen kann.
Fazit: Allen Fans von Tierhorror, Trash (sonst geht der Film wirklich nicht leicht runter) und Fischmonstern sei das Teil ans Herz gelegt, denn genau diese Leute werden bestens unterhalten.

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