Murder-Set-Pieces - professionell inszenierter Schwachsinn.
Ein deutschsprachiger Fotograph tötet aus irgendeinem (nicht eindeutig geklärten) Grund, Frauen (und weibliche Kinder). Die kleine Schwester seiner aktuellen Freundin kommt ihm dabei allerdings auf die Schliche...
Erstmal das gute: Inszenatorisch gesehen ist MSP ein absolut gelungener Film; das Setting wurde ästhetisch eingefangen, die Kameraführung ist sehr gelungen, und die Action - bzw. Metzelszenen gut geschnitten. Wo wir auch beim wichtigsten Punkt wären; der Gewalt. Der Film wurde ja überall im Internet wegen seiner "immensen" Gore-Szenen gehypt, leider ist das nicht der Fall. Zwar sind blutige Szenen dabei, tricktechnisch auch ansprechend gemacht, allerdings keine extreme Splatterorgie á la Hight Tension.
Der Hauptdarsteller, auch ein polarisierender Charakter, erfüllt gleich die Erwartungen die das ausländische Publikum an deutsche Figuren stellen: er ist ein Nazi. Allerdings ist seine Rolle genauso skurril, wie schlecht ausgearbeitet. In kurzen Flashbacks gibt es Indizien auf seinen Frauenhass, werden aber nicht weitergeführt. Alle seine Handlungen und Subplots verlaufen sich mehr oder weniger ins Leere und machen sein Handel und Denken für den Zuschauer unnachvollziehbar. Doch trotz dieser Mängel bleibt MSP ein straight inszenierter, ungewöhnlicher Thriller der durch seine Dynamik, Ästhetik und Kurzweil besticht, also, Daumen hoch.