Murder Set Pieces ist ein richtig schlechter Horrorfilm, eigentlich ist er gar kein Horrorfilm, wenn man es genau nimmt, denn Horror kam nie auf, was zum einen an der Machart die eher an einen Porno erinnert liegt, null Gespühr des Regisseurs für Spannung und besonders an dem grauenhaften (aber nicht grusligen) Score. Der Film beweist auch, dass Gore nicht alles ist, der ist definitiv zu Genüge enthalten, aber wirkt nicht, weil man nie mit den Opfern mitfühlt, noch weniger, als bei den beiden Hostels und das will schon was heissen!
Die Story ist haarsträubend beschränkt, ein Enkel eines Grossnazis (wie originell!) sieht in sich einen Gott der die Welt vor Huren befreit, zuerst indem er Huren ermordet, später nimmt er sich sogar Kinder vor, damit sie nicht zu Huren werden, alles aufgrund einer traumatischen Kindheitserfahrung die man schön uncineastisch über den Film verteilt in Rückblicken vorgesetzt bekommt. Dazu wird sporadisch ein bischen Story mit einer Geliebten und ihrer kleinen Schwester gepackt, was aber zu Beginn oft ausgesetzt wird, damit man mehr Blutorgasmen einbauen kann - inszenatorisch eine echte Katastrophe. Und dann muss der Mörder auch immer Deutsch labern, damit man sich auch wirklich gruseln kann, über die ach so bösen Deutschen. Dazu noch ein Mix aus alten Hitlerreden auf einem 16:9 TV Gerät beim Bodybuilding und der Schauer ist perfekt - allerdings nicht beim Zuschauer, sondern beim Cineasten, der sich die letzten Haare rausreisst.
Unlogik in Horrorfilmen ist ja eigentlich Schwachsinn, aber hier wird heftig gemordet, niemand sucht den Mörder, niemand kümmert sich überhaupt, nur die kleine Schwester ertappt ihn und steckt ihm eine Schere in den Bauch, nachdem sie mit dem Rasiermesser bearbeitet wurde, läuft auf die Strasse, keiner kommt Schnitt, mir unverständlicher Abschluss der Schnipselrückblicke und dann er im Bus nach LA - Nachspann - ich gebe zu, da war die Aufmerksamkeit längst flöten, aber man wollte nicht auf mich hören und so blieb der Film bis zum Ende im Player und der Freitagabend war versaut...
Ich kann nur heftigst von dem Film abraten, der mir wirklich keinerlei Spass gemacht hat und möchte den "Zensoren" in England ein Lob aussprechen, die ihn durch die Qualitätskontrolle haben fallen lassen - Respekt! 0/10