Review

Warum Herr Bethmann diesen durch und durch harmlosen Streifen in seiner X-Rated-Sammlung aufgenommen hat, ist mir ein Rätsel, denn der sonst so sehr von ihm gefrönte Sexploitationfilm ist das nicht, auch wenn der Titel etwas anderes glauben machen will.

Ein Konzentrationslager für Frauen irgendwo in Nordvietnam: Hier werden die Insassinnen per Folter und Suggestion zu „Schläfern“ umgepolt. Beim Satz „Die Äpfel sind reif“ wird eine Handgranate gezogen. Doch die soeben eingetroffenen Damen denken sogleich an Flucht und diese scheint zunächst auch zu gelingen…

Wer dem irreführenden Titel zufolge Folter und nackte Haut erwartet, hat mit diesem Streifen die falsche Wahl getroffen, denn beides findet man genauso in jedem Film, der nachts auf Vox läuft. Ein paar entblößte Kissen und einige Elektroschocks ohne sichtbare Folgen - mehr gibt es nicht zu sehen. Kein Blut, keine Splattereffekte.

Es handelt sich dabei vielmehr um einen unspektakulären Actionfilm in typischer 80er-Aufmachung, was durch die gar nicht mal so schlechte Musik noch deutlicher wird.
Die erste Filmhälfte beschäftigt sich mit dem Leben innerhalb des Camps, da wird auch mal Volleyball gespielt und wer nymphoman veranlagt ist, schnappt sich einen der Aufpasser. Fluchtpläne werden bereits geäußert, kommen aber erst in der zweiten Hälfte zum Einsatz.

Da gibt´s dann Military-Action der ganz alten Schule, es fehlt der Drive an allen Ecken und Enden. Spannend ist das Ganze nur mäßig bis gar nicht und selbst ein paar Schießereien lassen kaum Tempo oder gar Spannung aufkommen.
Der Streifen ist zwar nicht trashig inszeniert und die Hubschrauber sind auch alle echt, aber die Begeisterung hält sich sehr in Grenzen.

Und da man ohnehin einen etwas anders gearteten Inhalt erwartet hat, ist das Resultat: Langeweile und Banalitäten am laufenden Band.
Ich will ja gar keine abartigen Folterszenen sehen, aber einen Actionkrimi von der Stange ohne Ambitionen muß ich auch nicht haben.
3 von 10 Punkten

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