Review

02. Januar 1942:
Während der Schlacht um die Philippinen gelang es der japanischen Armee die Hauptstadt Manila einzunehmen.

Im Januar 1945 starteten die US - Truppen einen Gegenoffensive in deren Verlauf Manila am 4. März für befreit erklärt wurde.

In den dazwischenliegenden Kämpfen standen den US - Soldaten auf der japanischen Seite etwa 14.000 Marinesoldaten, 6.000 Armeesoldaten und 4.000 versprengte Soldaten, die den Anschluss an ihre Einheiten verloren hatten, gegenüber.

Zudem verübten japanische Truppen während der Kampfpausen zahlreiche Kriegsverbrechen gegen Zivilisten.
Es kam zu tausenden Vergewaltigungen und Ermordungen einheimischer Frauen, 1.000 Einwohner wurden lebendig verbrannt.
Einwohner wurden in Kellern, Gefängnissen oder Kirchen zusammengetrieben und dann massakriert.

Schätzungen gehen von ca. 100.000 Opfern aus.

1968 schrieb, produzierte und drehte Eddie Romero (Twilight People (1972), White Force (1988), Runaway Flight (1988)) Manila, open city der bei uns unter dem Titel Tank Battle veröffentlicht wurde.

Obwohl der dt. Titel sich ziemlich reißerisch anhört, sollte man Romeros Film eher als Spielfilmdukentation betrachten.

Zwar kommen Panzer im Film vor aber hier geht es um den Verlauf der Schlacht bei dem die wichtigsten Ereignisse durch Orts - und Zeitangaben sowie einen Sprecher erläutert und ohne überbordende Melodramatik gezeigt werden.

Im Verlauf der Kämpfe begegnen dem Zuschauer verschiedene Charaktere:
U. a. eine Nonne und die in ihrere Obhut befindlichen Kinder, ein kleiner Junge der auf der Flucht vor den Japanern seine Eltern verloren hat und diese nun sucht, ein japanischer Offizier der der Nonne und den Kindern hilft bzw. dieses versucht sowie Einheimsche die mit den Amerikanern zusammen gegen die Besatzer kämpfen.

Neben dem Thema der Kollaboration mit den Japanern werden die Kriegsverbrechen gegen die Zivilbevölkerung gezeigt:
Eine Gruppe Frauen wird von japanischen Soldaten vergewaltigt und Einheimische mit Gewehrsalven niedergemäht.

Ich habe noch keine anderen Filme von Eddie Romero gesehen wage aber zu behaupten das dies sein persönlichster Film ist, wurde er doch 1924 in Dumaguete City auf den Philippinen geboren und war somit Augenzeuge dieser Zeit.

Fans der HBO - Serie The Pacific und allen Interessierten kann ich Tank Battle nur empfehlen.

(8/10)

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