Es lässt sich Alles sehr gut an, Attentat am Flughafen durch japanische Terroristin, gut inszeniert. Der miese Torror- bzw. Killer-Boss (Chiba) lässt dann den Sohn eines Polizisten (Fong) entführen, um diesen zum dem Mord an der verhafteten Terroristin zu zwingen. Schnell entsteht aber eine interessante Konstellation, wo der zum Outcast gewordene Polizist und die unter Amnesie leidende Terroristin, dann gemeinsam agieren müssen. Man kann mitfiebern, wenn die beiden versuchen die Fäden aufzunehmen. Polizei (mit Yam) und Terrorgruppe sind die anderen handelnden Parteien und es entsteht echte Spannung.
Warum geht das Ganze dann doch schief?
Antwort: Die Story ist dermaßen unglaubwürdig, unoriginell und letztlich platt, dass je mehr man die "Zusammenhänge" erkennt, desto mehr abgeturnt wird.
Es ist schwer hier konkrete Kritikpunkte zu nennen, ohne zu spoilern. Ich sage mal Stichwort "Bombe" (sehr alberne Szene), Stichwort "Verräter", betrifft die Strategie der Terroristen, die ja immerhin die Handlung des Filmes bestimmt ... die ist sehr seltsam, auch wenn sich Chiba auf Sun Tzus "Die Kunst des Krieges" stützt.
Ich denke ich bin kein Plausibilitätsfanatiker, aber die Machart des Filmes ist eben so, dass ich nur schwer über diese Mängel hinwegsehen kann. Dazu gibt es zu wenig Sex (gar nicht) und die Gewalt ist nicht exzessiv genug ;-)
Die Shoot Outs und Kämpfe bleiben allerdings ansehnlich, aber deren Verknüpfung und die Einbettung in den dramaturgischen Zusammenhang ist dann schwach. In der zweiten Hälfte geht auch der Rythmus verloren und der "Höhepunkt" ist weit davon entfernt es noch herauszureißen.
Trotz technisch insgesamt sauberer Inszenierung, trotz Alex Fong und Simon Yam und trotz guter Kritik auf molodezhnaja.ch (der Rezensent meines Vertrauens) somit leider eine Enttäuschung.