Review

Die junge Julia hat ihre Eltern verloren, lebt bei der Großmutter, die mit ihr nicht zurechtkommt, und ist wütend auf die Welt. Eines Tages tauscht die Oma die Häuser mit ihrem alten Bekannten Mr. Miyagi, der sich in der nächsten Zeit der Teenagerin und ihrer Probleme annimmt.


Bewertungen sind ja auch immer von der Tagesform abhängig und mit welchen Erwartungen man an einen Film herangeht. Ich habe die ersten drei Teile seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen, diesen kannte ich bisher noch gar nicht und hab ihn nur per Zufall in der ZDF-Mediathek entdeckt, wo er nur noch ein paar Stunden zum Abruf zur Verfügung stand. Ich ging mit sehr niedrigen Erwartungen ran und siehe da, das Dingen hat mir echt Freude bereitet.


Dass mir der Film so gefallen hat, liegt in erster Linie an Pat Morita, der einfach eine unfassbare Ausstrahlung hat und selbst im Kampf gegen Michael Ironside noch eine akzeptable Figur gemacht hat. Zudem empfand ich die Mönche aus dem Kloster als extrem sympathisch und witzig. Die meisten Lacher gingen auf ihr Konto.

Dass das alles nicht sonderlich tiefgründig ist, die Story nach altbewährtem Muster abläuft und im Grunde absolut nichts neues zu bieten hat, geht da fast völlig unter. Wirklich ätzend ist nur die Figur des wie meist gernervt-aggressiv dreinschauenden Ironside, der eine Schulsecurity-Truppe trainiert, als wären sie noch beim Militär oder in einem White-Power-Camp. Aber irgendwelche Aggressoren muss es ja geben.

Fights gibt es vergleichsweise wenige. Dafür sind aber die Trainingssequenzen unterhaltsam und es gibt eine Menge durchaus gefühlvoller Szenen, was den Film schon eher Richtung seichtes Drama rückt. Das wird aber nicht übertrieben und Hilary Swank meistert das ganz ordentlich.

Außerordentlich gefreut habe ich mich, den sehr jungen Walton Goggins im Film zu entdecken, den ich seit der Serie Justified sehr gerne sehe.


Sehr unterhaltsam, wenngleich seicht und nach bekannten Mustern angelegt. Aber dank der Darstellenden macht das Dingen echt Freude.

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