Review

Oftmals ist es ja so, dass das Cover eines Filmes das beste daran ist. Bei „The Woods“ ist dies genau andersrum, da sich hierbei wesentlich mehr dahinter verbirgt als man zunächst denken mag, nämlich ein sehr guter Gruseltrip innerhalb der Internatsmauern in den tiefen des Waldes mit vielen jungen und zum Teil zickigen Gören, welche obendrein alle scheinbar ein großes Geheimnis versuchen zu verbergen. Aber auch Rektorin und Lehrkräfte scheinen mehr zu wissen als sie zunächst preisgeben möchten.

Wenn sich Bruce Campbell im Wald rumtreibt, so denkt man wohl zuerst an seine Paraderolle als „Ash“ in „Tanz der Teufel“. Ganz so schlimm kommt es allerdings bei „The Woods“ nicht. Er spielt hierbei lediglich die Rolle des Vaters Joe Fasulo, dessen Tochter auf Wunsch Ihrer Mutter in das dortige strenge Internat eingewiesen wird – dies schon fast in einer Nebenrolle, trägt aber im Endeffekt doch ordentlich zum positiven gelingen des Filmes bei, egal ob Storytechnisch oder auch Schauspielerisch.

Die Story wird gut und flüssig erzählt und weist so gut wie keinerlei Lücken im Plot auf. Die Spannung wird gut aufgebaut und auch aufrechterhalten, so dass zumindest während der ersten Hälfte des Filmes nicht ersichtlicht ist, wer mit wem unter einer Decke steckt bzw. wer über die unheimlichen Vorgänge bereits bescheid weiß. Auch die Wendungen in der Story wurden sehr gut eingebracht.

„The Woods“ verbreitet eine stetig wunderbar unheimliche, mit einigen Schreckensszenen verzierte, schaurige Atmosphäre, ohne dabei auf Dauer genau damit öde zu wirken. Die musikalische Untermalung trägt dabei genauso dazu bei, wie auch die Leistung der Schauspieler, welche eigentlich durchweg als gut angesehen werden kann.

Leider ist zum Ende hin der Schwenk zum okkulten Hexensabbat mit deren Vernichtung und der damit auf einmal unrealen Darstellung viel zu stark wie ich finde. In einem Moment scheint noch alles realistisch (und Friede, Freude, Eierkuchen) und im nächsten glaubt man sich in einem anderen Film wieder zu finden. Dies mag bei anderen Werken geklappt haben, passt aber meiner Meinung nach nicht so wirklich zu „The Woods“.

Alles in allem ist „The Woods“ ein sehr gelungener Grusel-Thriller, welcher mit etwas Magie und Mystery, sowie einem gutem Plot, dem Betrachter auch schon mal einen schönen Schrecken einjagen können. Sehr gut und flüssig erzählt ergibt sich daraus ein wohl leider viel zu unbeachteter Film der auf jeden Fall im oberen Drittel des Genres einzuordnen ist.

Details
Ähnliche Filme