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Heather wird von ihren Eltern in das renommierte Mädcheninternat Falburn Academy geschickt, welches in einem tiefen Wald gelegen ist. Zunächst hat sie dort nur mit unheimlichen Lehrern und Mitschülerinnen zu kämpfen, von welchen sie nicht akzeptiert und ständig fertig gemacht wird. Doch dann verschwinden plötzlich Mitschülerinnen im Wald und Heather plagen düstere Visionen. Im Wald steckt offenbar etwas Böses und Heather muss schnell erkennen, dass auch mit dem Internat nicht alles stimmt.

Teenie Myserygrusel ist normalerweise ein kleines Horror-Subgenre, das ich gerne mal umgehe, aber wenns schon gratis in der Glotze läuft und dazu noch Bruce Campbell mitspielt, dann kann man seine Vorurteile ja mal wieder auf den Prüfstand stellen. Das Gute ist, the Woods ist kurz und knackig, länger als etwas über 80 Minuten dauert die Nummer nicht und bietet mit einem alten abgelegenen Gemäuer inmitten eines dichten Waldes das typische Spukhaus, mit dem man atmosphärisch kaum etwas falsch machen kann.
Nachdem Heather (die aber zumeist mit Feuermuschi anderedet wird) von ihren Eltern (zweimal Campbell, aber nicht verwandt oder verschwägert) dort geparkt wurde stellen sich aber schon bald einige spukige Spielereien ein. Albträume von Bäumen, Kinderstimmen oder Gruselmärchen über Waldhexen sind da noch harmloserer Natur, als allerdings einige Mädels spurlos verschwinden ist klar, das da etwas faul ist im Woodschen Unterholz.
Horrorfans werden allerdings erst im Schlußabschnitt auf ihre Kosten kommen. The Woods setzt zunächst mehr Wert auf die Stimmung, die sich sukzessive ins Unheimliche bewegt, bis sich das Ganze etwas konfus auflöst. Schade nur das man versäumt hat der Heldin ein wenig positive Eigenschaften mitzugeben, ein Ausbund an Sympathier ist unsere redhair Heather jedenfalls nicht wirklich.
Interessanter fand ich da schon die Figur der Samantha, die zunächst als mieser Bully auftritt, bis sich später herausstellt, das sie einen sehr ehrenwerten Grund hatte einer Mitschülerin ständig die Milch ins Gesicht zu schütten. Das hat mich zumindest doch überrascht. Auch Bruce Campbell erinnert in einigen Szenen an seine Evil Dead Vergangenheit. In den Anfangsszenen sah es so aus, als würde er komplett ohne Dialogzeile auskommen, aber als er zum Showdown zurück kommt, darf er seine ersten Worte sprechen, wär aber ein netter Gag gewesen.
Insgesamt ein handwerklich solider Gruselstreifen, CGI wird sehr sparsam eingesetzt. Die Spannungskurve ist ok, schade nur das der Showdown etwas aus dem Rahmen fällt und die Heldin etwas schwach ausfällt, dafür mag sie aber auch keine ihrer Mitschülerinnen, Frauen haben dahingehend wohl doch ein gutes Gespür.
6/10 

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