Ein Frauenmörder, der es auf amerikanische Studentinnen abgesehen hat, geht in Italien um. Giallo-typisch trägt er die obligatorischen schwarzen Handschuhe (eine Besonderheit besteht hier jedoch: Es sind schwarze Auto Handschuhe) und ein Messerchen, in dem sich auch schon einmal das Licht recht nett spiegeln darf.
Der Film bietet viel nackte Haut durchaus ansehnlicher Mädels und eine ordentliche Portion Gewalt. Mit richtigen Splattereinlagen sollte der Zuschauer jedoch nicht rechnen. Die Gewaltdarstellungen beschränken sich meistens auf kurze aber effektvolle Szenen. Teilweise werden diese auch nur angedeutet, oder die Handlungen werden durch eine Figur im Film beobachtet, die in Nahaufnahme gezeigt wird und dem Zuschauer durch ihre Reaktionen das Geschehen vermittelt.
Handwerklich ist der Film wirklich gelungen. Die Einstellungen aus Perspektive des Täters, eines Opfers oder einer dritten Person überzeugen und die Kammeraeinstellungen, in denen das Gesicht des Killers nie zu sehen ist, sind auch absolut fein. Teilweise bleibt leider die Spannung etwas auf der Strecke. Das soll jetzt nicht heißen, dass man sich hier total langweilt oder der Mörder zu schnell vom Zuschauer entlarvt wird, das ganz sicher nicht. Der Film lässt sich nur leider an manchen Stellen zu viel und dafür an anderen Stellen zu wenig Zeit. Dementsprechend muss ich sagen, dass es bessere Vertreter des Genres gibt, dieser Italo-Thriller jedoch noch weit über dem steht, was aus manch anderen Ländern kommt.
Fazit: Ein guter Giallo, der aber kleine "Gleichgewichtsprobleme" hat.