Giallo. Vier Studentinnen studieren in Rom Kunst. Ein behandschuhter Killer geht in dieser Zeit auf dem Campus um und meuchelt ein junges Mädchen nach dem anderen. Als die vier daraufhin auf’s Land flüchten und sich in einer abgelegenen Villa einmieten, sitzen sie in der Falle. Ein tödliches Katz und Maus-Spiel beginnt.
Der Film wird immer wieder als ziemlich blutiger Film angepriesen. Innerhalb des Giallo-Subgenre, mag das vielleicht stimmen, nicht jedoch global gesehen. Abgesehen davon würde der Streifen heute bestimmt eine FSK 16 bekommen. Gorehounds sind also absolut falsch. Neben dem roten Nass gibt’s dann noch einige nackte Tatsachen zu sehen, was dem Film aber nicht besonders gut tut. Er wirkt nämlich etwas in die Länge gezogen. Glücklicherweise führte mit Sergio Martino ein versierter Techniker Regie, so dass der Streifen nicht in untere Gefilde abrutscht, obwohl das Drehbuch nicht viel hergibt. Martino lenkt denn das Auge von der Handlung ab und verwöhnt es mit wundervollen Kameraperspektiven und ideenreichen Szenenbildern, welche wenigstens teilweise Spannung erzeugen. Die Darsteller hingegen, sind eher schwach und können keinerlei Akzente setzen. Höhepunkt des Films ist das beklemmende Schlussdrittel in der Villa, wo es doch noch ziemlich spannend wird. Doch nichtdestotrotz ist Torso ein völlig überschätzter, leider nur mittelmässiger Film.
Score: 5
Härte: 5