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Nachdem sich im ersten Teil Greg Focker (Ben Stiller) gegenüber Jack Byrnes (Robert De Niro) als zukünftiger Schwiegersohn profiliert hat, geht es jetzt ums Eingemachte: Da die Hochzeit naht, sollen sich die Eltern von Gregs Freundin Pam (Teri Polo) mit Gregs eigenen treffen (diese werden von Dustin Hoffman und Barbra Streisand verkörpert). Zu allem Überfluss ist Pam auch noch schwanger und Jack droht, mit seinen verqueren Ansichten und Maßstäben alles zu versauen.

Der Film baut ganz klar auf dieselben Stärken wie sein erfolgreicher Vorgänger. Das heißt: Over-the-top Fettnäpfchen-Humor ohne Unterlass. Da ist Ben Stiller natürlich voll in seinem Element und bringt den gestressten Charakter seiner Figur toll rüber. Auch nicht fehlen darf die superbe Mimik des Auf-die-Finger-Guckers Jack, also De Niro. Die beiden bilden erneut ein toll harmonierendes Duo.

Neu im Bunde sind Gregs Eltern, die super offen-für-alles eingestellt sind und deshalb Jack und damit auch ihren Sohn arg strapazieren. Sie bringen Greg an allen erdenklichen Gelegenheiten in Verlegenheit, indem sie zum Beispiel mit Peinlichkeiten aus seiner Kindheit aufwarten. Streisand und Hoffman spielen wiederum herrlich überdreht, nagen aber an dem einstigen Stiller/De Niro-Gefüge. Somit setzt sich der Zuschauer mit mehr Individuen auseinander und kann sich nicht immer perfekt auf die im Mittelpunkt stehende Spannung zwischen den beiden Hauptcharakteren konzentrieren.

Die Story ist dann auch recht minimalistisch ohne viele Höhen; sie entwickelt sich vorhersehbar und mündet in ein Standard-Happy End, das zu allem Überfluss auch noch kitschig ist. Die Hauptanteil der Unterhaltung verdankt der Film seinen zündenden Gags, insofern man denn mit Fettnäpfchenhumor auskommt. Inszenatorisch werden Genre-typisch eh keine Bäume ausgerissen.

"Meine Frau, ihre Schwiegereltern und Ich" hält das Niveau seines Vorgängers, bringt aber auch nichts wirklich neues. Stiller und De Niro sollten als Garant für spaßige Unterhaltung aber genügen.

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