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Nachdem Jack und Dina Byrnes den tollpatischen Krankenpfleger Greg Focker auf Herz und Nieren geprüft haben und ihn schließlich für würdig befanden, ihre Tochter Pamela zu heiraten, wollen sie seine Eltern kennenlernen. Zusammen reisen die vier nach Detroit, um dort Gregs abgedrehte Eltern Bernie und Roz zu besuchen.

Die Leiden der männlichen Krankenschwester Greg Focker scheinen kein Ende zu nehmen. Nachdem er die erste Hürde mit seinen Schwiegereltern mit Hängen und Würgen genommen hat, steht nun erneut ein Familienwochenende an, diesmal allerdings bei seinen eigenen Eltern. Das Konzept des Vorgängers wurde aber weitgehend übernommen, die wichtigsten Darsteller sind auch wieder mit dabei, Greg läßt immer noch kaum ein Fettnäpfchen aus, aber die Neuerung mit Dustin Hoffman und Barbara Streisand ist sehr erfrischend, zumal beide (wie die anderen natürlich auch) sehr durch Spielfreude glänzen.
Der eigentliche Höhepunkt, fand ich, war hier allerdings das Zusammentreffen der beiden Elternpaare. Hier der reaktionär spießige Ex CIA Mensch nebst braver Frau, dort der freigeistige Lebemann plus Ehefrau, die hauptsächlich Sexualtherapeutin für ältere Menschen betreibt. Das sich hieraus eine Menge frivoler Situationen und diverse Erdbeben der Kulturkreise ergeben ist quasi schon vorprogrammiert. Auch die sich hieraus ergebenden Dialoge sind sehr oft zum Lachen, besonders Jack hat sichtliche Mühe, sich mit den freizügigen Fockers anzufreunden, die schlicht das Gegenteil seiner eigenen Welt darstellen.
Der Humor paßt dabei größtenteils, wenn auch manchmal Ausflüge ins Zotige unternommen werden, wenn beispielsweise die Katze den Hund im Chemieklo runterspült, Babys erstes Wort oder Bernies alte Vorhaut im Fondue landet ist das schon hart an der Grenze, aber der Großteil der Späße sitzt glücklicherweise. Über den Running Gag der mißratenen Anrufbeantworteransage konnte ich auch beim dritten Mal noch schmunzeln, so daß die doch für eine Komödie recht lange Laufzeit flüssig verstreicht. Insgesamt fand ich die Fortsetzung sogar noch einen Tacken besser als den Erstling, allein schon durch die neuen gelungenen Charaktere. Auf jedenfalls zum harmlosen Lachen geeignet.
7/10

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