Meistens gibt es gute Gründe, warum einigen Slashern aus den Achtzigern bislang eine digitale Aufarbeitung verwehrt blieb, denn manche sind es schlicht und ergreifend nicht wert.
Bezeichnenderweise hat man von Regisseur und Autor L. Scott Castillo Jr. davor und vor allem danach nie wieder etwas gehört.
Eine Handvoll junger Leute um Tony zieht es für ein Wochenende in die Berge, um dort beim Skifahren und Faulenzen ein wenig Spaß zu haben. Noch ahnt die Gruppe nicht, dass sich hier ein Killer mit einem verwunschenen Messer herumtreibt...
Bis sich die Geschichte um die eigentlichen Hauptfiguren dreht, vergeht erst einmal eine ganze Weile, um die Hintergründe des Messers vage anzudeuten. Zwei Frauen überfallen eine Bank, sie fliehen in die Berge und nisten sich kurzerhand in einem Bungalow ein. Aus reiner Habgier erschießt eine die andere, bis unbekannte Hände ins Spiel kommen, welche die zweite Frau erstechen. Bereits hier macht sich Ernüchterung breit, denn die Gewaltszenen sind überaus schlampig in Szene gesetzt, von glaubhaftem Blutvergießen ist weit und breit nichts zu sehen.
Als die Jugendlichen in der Wohnanlage eintreffen, wird zwar vom kürzlich geschehenen Mord berichtet und die alte Vermieterin kennt eine Legende aus den Bergen (natürlich ohne entsprechende Rückblenden), doch bis der unbekannte Killer endlich zuschlägt, muss man fast bis zum Finale warten.
Derweil hat man es mit völlig unbekannten und gleichermaßen untalentierten Mimen zu tun, welche durch die auflockernde Synchronregie sogar noch aufgewertet werden.
Etwa, als Tony einen alten Angler am Ufer fragt: "Beißen sie?" - "Bin ich Dracula?"
Aber das sind zu vage Lichtblicke, denn handlungstechnisch ereignet sich schlicht zu wenig, von spannenden Momenten kann erst gar keine Rede sein.
Zwei geben sich die Kante, um später die Mädchen zu erschrecken, dazwischen wird regelmäßig blank gezogen, indes vom Killer weit und breit jede Spur fehlt.
Doch auch während der letzten zwanzig Minuten wird vergleichsweise unblutig zugeschlagen, da Messerstiche im Normalfall klaffende Wunden mit sich bringen und nicht einfach verschmiertes Kunstblut auf dem Körper des jeweiligen Opfers. Der Eingriff der FSK ist von daher völlig unverständlich.
Um eine schlüssige Auflösung ist man schließlich gar nicht mehr bemüht und entsprechend willkürlich kommt die Pointe daher. Ganz am Ende hat man sich zwar an die markante Titelmelodie gewöhnt und die vertrauten Synchronstimmen kaschieren auch ein wenig, doch als Hörspiel für Nebenher eignen sich andere Medien definitiv besser.
2,5 von 10