Ein standhafter Langweiler unter den Gruselfilmen, nach dessen Ansicht man gar nicht weiß, wie Dan Curtis knapp fünf Jahre später den hervorragenden "Landhaus der toten Seelen" hinbekommen hat, der fast auf dem selben Thema basiert.
Man ahnt schon Übles, als hier ein Maler samt Freundin (übrigens "Agentin mit Herz", Kate Jackson) im Landschlößchen einzieht, mit einem befreundeten Pärchen als zeitweisem Anhang. Im Haus steht nur eine enge Verwandte von Mrs.Danvers aus Hitchcocks "Rebecca" und die ist so aufdringlich, impertinent und mies gelaunt, daß es eine Bombenrolle für Hilde Knef gewesen wäre.
Über die Spielzeit erfahren wir nun etwas durcheinander, daß hier einst vor 200 Jahren mal sicherheitshalber eine Holde wegen Hexerei aufgehängt wurde, die nun einen derben Fluch erfüllt und sich ihren Verräter von damals schnappt, der im Künstler wiedergeboren wurde.
Man hat ständig das Gefühl, daß dieser Film hätte besser aussehen können, hätte man ihn nur in kontrastreichem Schwarz-Weiß gedreht. Stattdessen gibt's superblasse, neblige englische Farben, körnige Bilder wie bei einer TV-Produktion, fade Kamerawinkel und das Schlößchen wirkt nicht düster, sondern schlecht ausgeleuchtet.
Der Maler dreht natürlich nach und nach immer stärker durch, während Miss Jackson nach Herzenslust kreischen darf, macht er den Lauten. Das befreundete Pärchen dringt nie so recht durch und das Gespenst materialisiert mit dollem Wabern. Gähn!
Am Ende gibt's eine Art Austreibung, die gar keine ist, weswegen wir das dicke Ende schon ahnen, als der Pinsler zum guten Schluß noch mal reingeht, um irgendwas zu holen und die Holde ihm folgt. Bruhaha...
Und ein Schlußtest informiert uns gar gräßlich, daß auch das andere Pärchen es nicht lange überlebt hat...
Insgesamt kann man sich hier nur anöden in einem von diesen Billigfilmen, indem alle Nachtszenen per Blaufilter geschlumpert wurden. Versäumen ist Pflicht. (2/10)