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Wahnsinnig oder Opfer einer mörderischen Intrige? Dieser Frage muss sich Paul Toombes, gespielt von Vincent Price, in Jim Clarks 1974er Horrorthriller „Madhouse“ alias „Das Schreckenshaus des Dr. Death“ stellen. Mit Toombes spielt Price sich praktisch selbst: Einen Horrordarsteller, berühmt geworden durch seine „Dr. Death“-Filme, der des Mordes überführt wird und nach jahrelanger psychiatrischer Behandlung wieder Rollenangebote bekommt – doch das Morden geht weiter...

„Das Schreckenshaus des Dr. Death“ ist eine selbstironische Hommage an das eigene Genre und gespickt mit zahlreichen Ausschnitten aus Price’ Filmen. Doch damit nicht genug – Peter Cushing gibt sich in einer wichtigen Nebenrolle ebenfalls ein Stelldichein. Damit sollte bereits klar sein, dass dieser Film etwas für jeden ist, der sich als Fan der Horrorproduktionen beider Schauspieler bezeichnet. Als ebensolcher wurde ich vom typischen schwarzen Humor inkl. einiger satirischer Seitenhiebe auf die Filmbranche, Price’ Spiel, vereinzelten visuellen Härten und dem überraschenden Ende, dessen Logik ich allerdings besser nicht allzu sehr hinterfrage, gut unterhalten. Dennoch reicht „Das Schreckenshaus…“ nicht an andere Filme mit Price in der Hauptrolle wie die eine oder andere Poe-Adaption oder die „Dr. Phibes“-Filme heran, da die Geschichte letztendlich dann doch zu vorsehbar und atmosphärisch etwas bieder geraten ist. Trotzdem möchte ich „Dr. Death“ nicht mehr in meiner Sammlung missen.

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