Review

Dies ist neben 'Die Frau mit der .45 Magnum' und 'Baise-moi' DER definitive Frauen-schlagen-zurück-Streifen überhaupt.

Selten zuvor und nie wieder danach wurde eine Vigilanten-Story so rüde, mitreißend und glaubwürdig auf die Leinwand gerotzt wie hier in diesem miesen, fiesen, kleinen grandiosen Film über eine Frauengang, die es sich zum Ziel gesetzt hat, in bester Taxi-Driver-Manier die Straßen von Vergewaltigern, Kinderschändern und Sadisten zu säubern, indem sie ihnen einfach das Gehirn rauspustet.

In düsteren, atmosphärisch unglaublich dichten Bildern wird die Geschichte eines weiblichen Wild Buch erzählt, dessen Heldinnen nach und nach jedes Maß verlieren und in ihrer Verzweiflung, ihrer rasenden Wut und ihrem selbstzerstörerischen Haß gnadenlos auf eine von Männern beherrschte Welt einschlagen, bis sie von ihren Trümmern begraben werden.

Im Gegensatz zu vielen dümmlichen Rape-and-revenge-Heulern wie 'Ich spuck auf Dein Grab!' haben wir es hier aber mit lebensechten, teils sogar sympathischen Figuren zu tun, an deren Schicksal man wirklich Anteil nimmt, was dazu führt, daß das unausweichliche (und hyperbrutale) Ende einen denn auch desillusioniert und wie überfahren zurücklässt.

Geändert hat sich nichts, und Frieden wird auch niemand wirklich finden, denn vorbei ist eben auch nichts.

Fazit: einer der wirklich sehenswerten Underground-Filme der Neunziger und ein absoluter Pflichtfilm für Leute, die auf Girls-with-guns stehen und darüber hinaus so wie ich die Schnauze aber so was von voll vom gelackten 08/15-Hollywood-Alles-wird-gut-Scheiß haben! Fire your guns!
10/10

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