Für Odorama, so hieß dieser "Erste Geruchsfilm der Filmgeschichte" in der Eigenwerbung, wurden Kratz- und Riechkarten an die Zuschauer verteilt. An den entscheidenden Stellen im Film erschien eine entsprechende Nummer auf der Leinwand, woraufhin das Publikum an der Karte rubbeln und riechen mußte: Auf diese Weise sollten die visuellen ‘trash’-Effekte im Film verstärkt werden, weil die Zuschauer im Saal gleichzeitig zur Darstellung auf der Leinwand an einer Reihe von unguten Gerüchen "teilhaben" konnten. Der Film soll in einigen Szenen auch dem strapazierfähigsten Kinogänger den Magen umgedreht haben und das wird auch der Grund dafür sein, daß er im "Motion Picture Guide" unter der Kategorie HORROR geführt wird. Auch Waters hatte mit diesem "Duft"-Film offenbar nicht den 'richtigen Riecher' gehabt und den Riechnerv des Publikums nicht getroffen (der Film wird heute noch aufgeführt, allerdings ohne Duftzusätze). Das war vorläufig der letzte aufwendige Versuch mit einem olfaktorischen Kino.
Quelle: Filmportal