Hier haben wir also "das Treffen zweier Generationen". Der Film ist weder extrem spannend, noch extrem langweilig, sondern er will einfach nur unterhalten, und das schafft er auch. Zumindest wenn man vorher sein Hirn ausschaltet und einfach eine Fantasy-Horror-Satire erwartet. Nun ja, so gezielt auf Satire-Einlagen hat kein Vorgänger der Horror-Reihen gesetzt. Aber das wurde gezielt von den Filmemachern gewollt, angefangen von der Darstellung des Corey Feldmans, welchen sie als schon älteren, reiferen Mann darstellen wollten, bis zu dem Geflirte mit der Polizistin. Die Demonic Toys hatten aber immer schon ein loses Mundwerk :)
Die Effekte, kann man sagen, haben sich in den letzten 10-15 Jahren überhaupt nicht verändert, sie sind weder besser noch schlechter geworden. Allerdings sind die Puppen nun sogar in "Stunts" zu sehen und agieren teilweise so schnell wie noch nie zuvor. Da sich jedoch die Technologie nicht verändert hat, sieht es teilweise etwas unbeholfen aus. Vielleicht haben sich die Filmmacher deshalb entschieden, einfach ne komplette Satire abzuliefern, da solche Effekte in der heutigen Zeit einfach nicht mehr ernst zu nehmen sind. Aber mit einem Budget von 2,4 Mio Dollar ist die Produktion nicht mal sooo günstig ausgefallen.
Auch wenn einige vielleicht enttäuscht sein werden, ist dieser Film doch eindeutig besser als z.B. die Sequels "Retro Puppet Master" oder "Tod im Spielzeugland". Das einzige richtige Manko an diesem Film ist, daß er ziemlich harmlos und blutleer ist im Vergleich zu früheren Werken. Theoretisch hätte auch fast eine FSK-12 ausgereicht. In den USA hat er die fernsehgerechte TV-14-Freigabe erhalten.
Also, keine blutigen Einlagen erwarten, einfach unterhalten lassen, und wer wie ich, mit nicht ernstgemeinten Fantasy-Horror-Satiren etwas anfangen kann, wird gut unterhalten. Note: 8/10