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Man kann sich darüber streiten wie viel Wahrheitsgehalt in "Blair Witch Project" steckt, aber der Film schafft den Spagat zwischen Dokumentation und Horrorfilm - und das ist der Reiz des Films. Während in der ersten Hälfte des Films jeher Recherchen gezeigt werden, nimmt die Handlung einen dramatischen Verlauf, sobald sich die jungen Filmstudenten im Wald verirren. Und dann fängt der Horror an. Man fängt an sich zu fragen, ob das tatsächlich ein Horrofilm sei oder eine Real-Dokumentation, aber spätestens wenn die Endcredits anfangen und der Horror vorbei ist sieht man, dass es sich hier um eine geschickte Produktion handelt und keines von den Ereignissen wirklich passiert ist. Es bleibt nichts als ein Trugschluss, der zur damaligen Zeit eine unvorstellbare Euphorie um den Film auslöste.

Die Legende besagt, das drei Filmstudenten im Jahr 1994 in den Wäldern von Maryland verschwanden, um nach der Hexe von Blair zu suchen - ein Jahr später fand man ihr Filmmaterial. Die Handlung des Films wird so realistisch wie möglich dargestellt. Man beginnt Mitgefühl mit den Protagonisten zu entwickeln, man sieht im Handlungsverlauf, wie Josh, Heather und Mike dem Wahnsinn nahe sind, während sie verirrt durch die Wälder trotten.

Die Atmosphäre des Films ist sehr subtil, es wird sehr viel Wert auf akkustische Effekte gelegt, entweder unheilvolle Geräusche in der Nacht oder das Knirschen von Laub - der ganze Horror basiert auf subtilen Elementen. Und das macht den Film zu einem akkustischen wie auch atmosphärischen Meisterwerk.

Die Darsteller spielen ihre Rollen sehr überzeugend, wobei ich persönlich die Meinung habe, dass vieles spontan entstanden ist und nicht im Drehbuch stand.

Fazit: "Blair Witch Project" löste damals nicht nur einen Boom aus, sondern sorgte auch für eine Spannung, wie sie selten in einem Horrorfilm vorkam.

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