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Die Idee zu Blair Witch Project ist ziemlich einfach gemacht und nicht sehr originell. Wie schon auch in "Mann beißt Hund" geht es hier um eine Dokumentation. Die angeblichen Produzenten der Bilder sind zugleich die Hauptfiguren des Filmes. Beginnen tut der Film mit einer Texteinblendung und erklärt dem Zuschauer die Umstände des Filmmaterialfundes. Hierbei wird dann auch schon das Ende der besagten Hauptpersonen vorweggenommen.

Was zeigt uns das gefundene Filmmaterial? Wir sehen drei Filmstudenten, die nach Blair fahren, einer Kleinstadt in der US amerikanischen Provinz, in deren Umgebung angeblich schon seit langer Zeit eine Hexe ihr Unwesen treiben soll. Per Videokamera wird die gesamte Entwicklung des Filmprojektes dokumentiert. Gespräche zwischen den Studenten, Interviews mit Bewohnern und die Wanderung in dem Wald. Auf schwarz-weiß und in Farbe wurden die ersten Bilder für die Dokumentation gedreht.

Das Abenteuer beginnt dann schließlich mit der Wanderung. Zuerst noch recht fröhlich geht es in den tiefen Hexenwald. Wie geplant verbringt die Nacht im Zelt. Doch im Laufe der Tage fangen die Probleme dann erst richtig an. Erst verliert man die Orientierung, dann due gute Stimmung und am Schluss noch lebenswichtiges Equipment. Und dann tauchen auch noch geheimnisvolle Zeichen in Form von Reisigbündeln und Steinhäufchen auf.
Die zweite Nacht wird dann auch noch ziemlich gruselig. Dauernd hören die Studenten in der Umgebung Geräusche, jedoch können sie draußen nichts erkennen.
Von da an verlieren die Studenten immer mehr die Orientierung und die Angst in den Nächten wächst von Tag zu Tag.

So geht es fast den gesamten Film. Und dieser Verlauf überträgt sich auch auf den Zuschauer. Man bangt und fiebert mit den Personen. Am Tag und auch bei Nacht.
Und gerade in der Nacht scheint es so, als würde sich der Wald in ein finsteres Reich verwandeln, vor dem die Personen überhaupt keine Rettung zu finden vermögen. Doch gerade dieser Effekt wird hervorragend aufgebaut und bis auf die Spitze getrieben. Minutenlang starrt man auf den schwarzen Bildschirm, wartet auf das nächste Geräusch und kommt aus dem Gruseln nicht mehr raus.

Mich hat Blair Witch Project voll und ganz überzeugen können. Bei dem Film habe ich mich wirklich gefürchtet, obwohl man ja eigentlich überhaupt nichts sieht. Doch die Atmosphäre und die Umgebung sind einfach der Hammer. Blair Witch Project ist einfach und genial gemacht.

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