Review

Schon komisch, was alles als Kult bezeichnet wird, nur weil es mal was "Anderes" ist....

Story:
Drei Jugendliche fahren in den Wald, weil sie dem Geheimnis der Blair-Hexe auf die Schliche kommen wollen. Nachdem sie sich im Wald verlaufen und nachts immer seltsame Geräusche in der Nähe des Zelts hören, bricht langsam Panik aus...

Atmosphäre:
Oh Gott... Alles wurde nur mit einer Handkamera, die die "Schauspieler" mit auf ihrer Reise hatten, gedreht und die ganze Zeit ruckelt das Bild - wie sollte es anders sein. Das stört nach ungefähr fünf Minuten so dermaßen, dass ich am liebsten ausgeschaltet hätte - aber lieber nicht die 2 € Leihgebühr ganz aus'm Fenster schmeißen. Spannung kommt im ganzen Film fast nie auf, was auch an der gänzlich fehlenden Musik liegt und daran, dass sie die ganze Zeit durch den Wald laufen, schreien, heulen (irgendwann kam der Punkt, an dem ich hoffte, dass die Hexe daherkommt und anfängt, wenigstens die Frau mit sich zu nehmen) und sich fetzen.
Als es auf das herbeigesehnte Ende zugeht, kommt tatsächlich mal Spannung auf (unter nervtötendem Heulen – versteht sich). Aber fünf Minuten Spannung können nicht über 70 Minuten Schreien, Kreischen und Langeweile hinwegtrösten.

Schauspieler:
Natürlich keine bekannten Darsteller, aber sie versuchen wenigstens glaubwürdig rüber zukommen. Aber es ist vielleicht ein wenig übertrieben - ein "wenig" zu viel Rumgeheule und Geschrei. Ich glaube, in keinem Film gingen mir die Leute schneller auf die Nerven.

Musik:
Hätte die Atmosphäre steigern können, ist ja aber nicht da. Meine Bewertung wäre besser ausgefallen, wenn die drei sich eine Stereoanlage mitgenommen hätte und wenigstens etwas Musik gespielt hätten - egal, ob sie zur Situation passt, wenigstens kein Rumgekreische. Aber nein…

Fazit:
Der wohl schlechteste "Horror"film (Ist es überhaupt Horror oder Grusel oder irgendwas in der Richtung oder einfach nur eine Dokumentation? Soll wohl eine Mischung darstellen, die nicht wirklich gelingt. Denn für eine Doku gibt es zu wenig Infos, für einen Horrorfilm fehlt die Spannung), den ich je gesehen habe. Nachdem man sich erstmal im Wald verlaufen hat, was liegt da wohl näher, als erstmal die Landkarte im Fluß zu versenken? Natürlich nichts. Und schon geht das gegenseitige Anschreien weiter. Dann die geheimnisvollen Geräusche in der Nacht – Folge: erstmal eine Runde Heulen. Viel länger als die 75 Minuten hätte ich das nicht mitgemacht. Und dann noch das Übel mit dem ewigen Geruckel. Alles in allem ist der Film mit das Schwächste, das ich bisher gesehen habe. Die zum Ende hin aufblitzende Spannung kann den Film grade so vor dem absoluten Totalausfall retten. Ein guter Film ist er dennoch nicht. Hier zeigt sich ganz klar, was mit Werbung alles rausgerissen werden kann. Denn anders kann ich persönlich mir den Erfolg des Films nicht erklären.
Lieber zum viel besseren zweiten Teil greifen.

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