Review

„Octopus“ ist eine trashige Mischung aus Agentenfilm, U-Boot-Thriller und Monsterhorror, die am besten ganz schnell wieder vergisst.
Es beginnt zur Zeit der Kuba-Krise als ein russisches U-Boot ein hochgeheimes Gift zu Castro nach Cuba bringt, was die Amerikaner natürlich nicht merken dürfen. Allerdings treffen sie auf ein U-Boot voller tapferer US Boys, was sie umgehend versenkt und so gelangt das Zeug ins Meer der Tiefsee. Schon ziemlich bekloppt, wie der Drehbuchautor verzweifelt eine Erklärung für den obligatorischen Giftunfall sucht.
Jahre später hat CIA-Agent Roy Turner (Jay Harrington) ganz andere Probleme. Probleme in Form des Terroristen Casper (Ravil Issyanov). Der radiert nämlich mit einem Bombenanschlag nicht nur Turners Freundin, sondern auch gleich die Schwiegertochter in spe mit aus. Bei der Verfolgung wird natürlich auch der obligatorische beste Freund erschossen, aber der blasse und unerfahrene Bürohengst kann den Verbrecher noch fangen – und rettet ihn dabei noch aus einem brennenden Auto. Tja, jeder echte Actionheld hätte lachend dem brutzelnden Bösewicht zugesehen, aber wir haben hier ja ein C-Movie vor uns.

Man kommt auf die geniale Idee, den Superverbrecher per U-Boot in die USA zu bringen, weil seine Leute ja alle anderen Transportmittel überfallen können (Komisch, warum erledigt so jemand dann gefährliche Bombenattentate selber?). Natürlich sind die Terroristen noch genialer und entwickeln einen Gegenplan, während das U-Boot natürlich durch die Fressgründe eines mutierten Riesenoctopusses tuckert...
Nu Image hat ja schon schlechte Actionfilme wie „Never say die“ oder „Ticker“ gemacht, aber „Octopus“ ist ihr wohl dümmstes Stück. Die Dialoge und die Figuren sind dermaßen doof und klischeehaft, dass man am liebsten seine Zähne ins Sofakissen schlagen möchte. Die Story ist unspannend und vorhersehbar bis zum Ende von den Logiklücken ganz abgesehen. Da vergehen beim Bombenzünder mal 30 Minuten in einem Augenblick, dann vergehen in einer ellenlangen Zeit nur 3 Sekunden. Zudem werden noch die Ideen von Werken wie „Octalus“ übelst geklaut.

Die Effekte sind auch nicht wirklich gut, auch wenn ich schon viel schlechteres gesehen hab. Bei den rein computergenerierten Szenen wirkt das Ganze teilweise sogar recht gut, aber sobald reale Objekte im Bild sind (z.B. wenn das Vieh sich ein Opfer greift), dann sind die FX zum Weinen mies.
Die Deppenriege aus Darstellern ist ebenfalls zum Heulen. Der Held wirkt wie ein extrem blasser Klon von Keanu Reeves (eine kleine Ähnlichkeit ist vorhanden). Auch die restlichen Flachpfeifen spielen ihre dummen Klischeerollen mit einer derartig schlechten Art, dass man sich an den Kopf fassen muss.

„Octopus“ ist in jeder Beziehung mies, daher bleibt nur das Prädikat: Hände weg!

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