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Born to Fight

Aufgrund des immensen internationalen Erfolgs von dem Martial Arts-Kracher Ong-Bak war der Weg nun natürlich für weitere Action „Made in Thailand“ geebnet. Die Produktion legt, bis zu diesem Zeitpunkt, wohl auch die Messlatte für zukünftige Actionfilme sehr, sehr Hoch an. Inhaltlich bewegt sich der Handlungsverlauf niemals über so genannter B-Action.

Soll heißen: Nachdem der Polizist Deaw bei der Jagd nach dem Waffendealer Yang seinen Partner sterben sieht will er, um die Geschehnisse verarbeiten zu können, mit seiner Schwester aufs Land. In dem Dorf werden gleichzeitig Hilfsgüter verteilt. Unter den ehrenamtlichen Helfern befindet sich eine ganze Reihe von Athleten, so ist auch die Schwester von Deaw eine Sportlerin. Zufällig wurde dieses abgelegene Dorf, für eine Befreiungsaktion durch Yangs gut organisierte Männer, auserkoren und entwickelt sich nun zum Brennpunkt für eine Beispiellose Geiselnahme der Dorfbewohner. Um ihrer Forderung um Yangs Freilassung Nachdruck zu verleihen, werden etliche Dorfbewohner rücksichtslos ermordet. Des Weiteren installiert man eine Vorrichtung für einen Raketenabschuss, mit dem Ziel Bangkok. Anfänglich eingeschüchtert nehmen die Sportler, unter Leitung von Deaw, den Kampf gegen die Terroristen und zur Befreiung der Dorfbewohner auf.

Während das wohl wenige Seiten umfassende Drehbuch eine gute actionreiche Handlung verspricht und auch gar kein Hehl daraus machte worauf die Macher ihr Augenmerk gerichtet haben, kann der geneigte Zuschauer hocherfreut feststellen das dieser Aspekt, vollends zufrieden stellend, sämtliche Ansprüche erfüllt. Die hier gebotene Stunt-, und Akrobatikshow dürfte wohl als einmalig bezeichnet werden. Sämtliche Athleten (darunter z.B. ein Rugby-Spieler und ein Fußballer) beziehen ihre spezifischen Fähigkeiten in ihre Aktionen mit ein und liefern den Terroristen einen ebenbürtigen Kampf. Ganz im Stile vieler Jackie Chan-Filme werden alle möglichen Gegenstände in die Kampfhandlungen eingebracht und sollen den Helden den einen oder anderen Vorteil verschaffen. Die teilweise größenwahnsinnigen Stunts (2 Typen kämpfen auf fahrenden Sattelschleppern und kicken sich gegenseitig von den Fahrzeugen, nur um dann ungesichert auf dem sandigen Boden direkt neben den Hinterrädern aufzuschlagen) sind dann aber auf jeden Fall mal einmalig und wohl auch nur noch (wegen fehlender Gewerkschaften und Absicherungen für die Stuntleute) in einem Land wie Thailand möglich.

Gepaart mit viel Martial Arts und Shootout-Action bewegt sich die Machart des Films ganz klar auf Asienterrain. Hinzu kommt die wirklich unglaubliche Brutalität mit der erst die Terroristen und dann auch ihre Gegner zu Werke gehen. Selten so viele Kopf-, und Körpereinschüsse gesehen. Später klinkt sich dann auch noch die Dorfgemeinschaft direkt in Kampfgeschehen ein, was zu außerordentlich zahlreichen Kampfsequenzen führt.

Spannend wird es eigentlich zu keinen Zeitpunkt und ist wohl auch so gewollt. Da der Film einen mächtiges Tempo vorlegt, sind dramaturgische Elemente höchstens auf das verheizen von Sympathieträgern und Unschuldigen begrenzt. Ein paar halbwegs annehmbare Computereffekte fehlen auch nicht und sind bei dem ganzen Rest sowieso nichtig.

Born to Fight ist das was der Titel verspricht. 100% Action vom allerfeinsten.

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