Review


Inhalt:

Iemitsu, der totgeweihte 3. Shogun des Tokugawa-Regimes..., hat einen teuflischen Plan: Nicht sein ältester Sohn Takechyo, sondern sein Zweitgeborener soll der neue Shogun Japan´s werden.

Lord Abe, sein Minister, soll für die "Entsorgung" Takechyo´s sorgen. Takechyo soll an einer Zeremonie in Edo teilnehmen, Edo aber nur als Leiche erreichen.

Für Takechyo´s Sicherheit sorgt der Hota-Clan unter Leitung von Hota Masamori (Tetsuro Tamba).
Seine Kämpfer, allen voran Gyobo (Kenny Ogata), sollen Takechyo sicheres Geleit geben.
Gyobo´s Gegenspieler ist Abe´s Vertrauter Iba (Sonny Chiba), der Befehlshaber der Wachen.

Eine äußerst gefahrvolle Reise steht also bevor. Zahlreiche Kämpfe gilt es zu bestehen, und vor allem der taubstumme KungFu-Experte (Hu Chien Chiang) von Gyobo´s Leuten tut sich hierbei hervor...

Kurz vor Edo ist die Lage für Gyobo jedoch aussichtslos, fast alle seine Leute sind im Kampf gefallen, Takechyo ist dabei, sich aufzugeben. Gyobo spielt seinen letzten Trumpf....:

Ein mörderisches Duell mit Iba soll die Entscheidung bringen.....


Fazit:

Dies ist ein Wettrennen..., ein Wettrennen mit dem Tod. Neben rassigen Fights mit dem Schwert werden hier Handkanten-Action und Waffen-Fights wie mit dem dreiteiligen Nunchaku geradezu zelebriert...., und der chinesische Darsteller Hu Chien Chiang tut diesem actiongeladenen und sehr spannenden Streifen mehr als gut...

Neben den zahlreichen Kämpfen bestechen aber vor allem auch die Stunts..., und auch ich fragte mich, ob alle Pferde diesen Streifen überlebt haben, der Film ist nichts für Tierschützer.

Herausragend ist hier eine Szene, in der eine Brücke gesprengt wird, auf der sich gerade eine handvoll der feindlichen Reiter befindet. Den Tieren reißt es hier den Boden unter den Hufen weg..., sie fallen mehrere Meter tief hinunter in einen Fluss, die Szene ist nicht unterschnitten..., sowas habe ich noch nie gesehen...

Es geht, wie in jedem Jidai geki/Chanbara, so auch in diesem Streifen um Selbstaufopferung. Dies ist vor allem am Schluss des Filmes so, als einer von Gyobo´s Leuten sich und sein Pferd in vollem Galopp anzündet, um als lebende Fackel eine Bresche in die feindlichen Reihen zu schlagen.

Das Tempo dieses Streifens ist in der 2. Hälfte rastlos..., es geht rauf und runter. Jeweils ein oder zwei Fighter Gyobo´s nimmt/nehmen sich einen Truppenteil Iba´s vor, und die Action nimmt hart und furios ihren Lauf.
Doch im 1. Teil wird die Story durchaus behutsam aufgebaut, das typisch japanische gemächliche Erzähl-Tempo, doch der Film bekommt hier eine gute Grundlage..., und man saugt auch ob der üppigen, bunten Ausstattung als Zuschauer die Atmosphäre eines Samurai-Film, eines Chanbaras, auf.

Die Darsteller spielen ihre Rollen souverän und solide. Hu Chien Chiang ist für die Action ala China zuständig. Tetsuro Tamba, er spielt den alten, des Kämpfens müden Hota mit einer gewissen Würde.
In einem letzten Duell stellt er sich Sonny Chiba, wissend, dass sein Leben damit ausgehaucht ist.

Stars des Films sind natürlich Kenny Ogata, hier der "Gute", und Japan´s Action-Legende Sonny Chiba, hier mal wieder der Bösewicht und Gegenspieler.
Kenny spielt den Befehlsausführenden mit einer Mischung aus Verbitterung (der brüchigen Figur des "Gyobo" wurde im Leben übel mitgespielt) und aber auch Pflichtbewusstsein gegenüber seinem Schutzbefohlenen. Er tut dies überzeugend.

Sonny Chiba zeigt außer Mordlust im Gesicht keinerlei für den Zuschauer ergründbare Regung, besitzt aber wie immer diese unglaubliche Ausstrahlung, er braucht nicht viele Worte zu machen.
Das Duell der beiden Hauptprotagonisten ist natürlich ein Höhepunkt dieses Streifens....

"Der Schatten des Shogun"..., ein actiongeladener Chanbara! Nicht mehr..., NICHT WENIGER! Ich vergebe 9/10 Action-Punkte!

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