Inhalt:
Irgendwo in China, in den 20er oder frühen 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Miss Cui (Lily Ho) führt gemeinsam mit ihrem Manager Zhao Fu (Chiang Nan) ein florierendes Spiel-Casino..., und insbesondere dem Würfel-Spiel wird hier mit Inbrunst nachgegangen....!
Eines Tages wird dieses Casino von einem Mann namens Luo Tianguan (Yue Hua) aufgesucht. Er ist ein herausragender Spieler, der an den Geräuschen der Würfel die Augenzahl zu erahnen, und auch Falschspiel mit geübtem Blick zu durchschauen weiß.
Er sprengt beinahe die Bank des Casinos...!
Zur Auszahlung wird Luo in die hinteren Räume des Casinos von Cui gebeten. Und die junge Dame ist sich sicher, dass Luo eigentlich etwas ganz anderes will, als das Geld.
Und so ist es in der Tat..., Luo will SIE..., Cui!
Denn er ist niemand anderes, als der versprochene Bräutigam von Cui! Und in der Tat sind sich die beiden von Anfang an symphatisch..., es ist Liebe auf den ersten Blick...., und es entwickelt sich eine zärtliche Beziehung!
Luo ist ein besonderer Spieler..., denn eigentlich lehnt er Glücksspiel ab, da es Menschen in den Ruin treiben und zerstören kann. Er spielt, um andere zum Aufgeben des Spiels zu bewegen, insbesondere die Casino-Betreiber. Und so wird denn das Casino von Cui alsbald geschlossen.
Doch Luo wird wieder an den Spieltisch gezwungen. Sein Freund, Master Lun Liu (Chin Feng), muss aus einer prekären Lage rausgehauen werden. Er verliert in einem Marathon-Match seit Tagen gegen den einflussreichen und gewieften Hao Lishan (Shek Kien).
Luo gewinnt..., kann Hao gar des Betrugs entlarven.., und Hao verliert sein Gesicht.
Dessen Schergen sollen Luo eine Lektion erteilen, doch Luo beherrscht nicht nur das Glücksspiel, sondern auch ein unwiderstehliches KungFu!
Und Luo macht sich weitere Feinde...., so haut er wieder Lun in einem Spiel gegen Ju Xiaosan (Ma Chien-Tang) raus..., und wieder stellt sich heraus, dass Lun´s Gegner mogelte.
Luo legt sich sogar daraufhin mit der Polizei der Stadt an. Diese, unter der Leitung von Superintendent Ma Bao (Tang Ti) und dessen Untergebenen Fan (Fan Mei Sheng) stehend, ist durch und durch korrupt, und lässt die Glücksspielbetreiber gegen unterschriebene Schuldscheine wieder laufen!
Ma Bao und Fan machen letztendlich mit Hao Lishan, Ju Xiaosan und auch sogar Zhao Fu -der ein Auge auf Cui geworfen hat- gemeinsame Sache, um Luo Tianguan aus dem Weg zu räumen...!
Sie überfallen mit ihren Schergen das Casino Cui´s, die junge Frau wird brutal getötet!
Die Verbrecher und die korrupten Beamten erdreisten sich sogar diesen Mord Luo in die Schuhe zu schieben!
Doch durch ein wasserdichtes Alibi und die Fürsprache des Chief Superintendent Shen (Lee Pang-Fei), kommt Luo wieder auf freien Fuß...
Die Gangster haben derweil wieder das Casino eröffnet..., und Ma Bao sieht sich als neuen Besitzer dieses Etablissements.
Luo Tianguan ..., er will nur noch eines: Blutige Rache.........
Fazit:
Jeder Review hier von mir... ein Nadelstich für den Allmächtigen einer ehemaligen website.
Dieser Allmächtige...., während er weg und von einem malayischen Unternehmen abhängig ist, welches er immer erst um Erlaubnis bitten muss...., und darüber nachdenkt, ob er die User einer neuen website per Dauerauftrag mit ihrem Geld-Institut oder per Einzugsermächtigung zur Kasse bittet..., bin ICH immer noch da..., bin unabhängig, und widme mich der SACHE selbst unentgeltlich und mit Hingabe.......
Vielleicht ist diese neue website ja schon online? Plunder-Vertrieb und Spielwiese des Allmächtigen...., who cares?
"The casino" ist ein sehr kurzer (lediglich 76 Minuten Laufzeit), stringent umgesetzter, sehr einfacher und durchaus unterhaltender Eastern aus dem Hause Shaw Brothers.
Dieser Film ...., er wirkt fast irgendwie wie ein "Nebenprodukt" des Studios, welches womöglich noch ein paar Meter Film übrig hatte, und es Regisseur Chang Tseng-Chai überließ, daraus was kurzes, kostengünstiges und weitgehend unterhaltendes zu machen.
Und das ist denn auch als gelungen anzusehen. Mit einfachen Mitteln in reinen Studio-Kulissen umgesetzt, erzählt der Regisseur eine einfache Geschichte um einen jungen Mann, der ein überragender Spieler ist, dies als Mittel gegen das Glücksspiel selbst einsetzt, und sich daher mit finsteren Typen und korrupten Beamten zwangsläufig anlegt.
Das ganze ist durchaus unterhaltend...., kurzweilig auch im wortwörtlichen Sinne..., aber eben halt auch einfach, ziemlich schematisch, gar schablonenhaft und zum schnellen konsumieren gedacht.
Und so bleibt denn auch wenig haften...., zumal die Charactere auch kaum Tiefe besitzen. Regisseur Chang Tseng-Chai stellt seine Figuren nicht groß vor, und taucht sogleich in die Handlung ein. Mit wenigen Bildern wird am Anfang die Örtlichkeit zu einer westernartigen Musik vorgestellt, sogleich weiß der Betrachter, es ist ein Film im Spieler-Milieu. Und die Chinesen sind begeisterte Spieler, das wird hier in wenigen Bildern deutlich.
Dann beginnt sogleich die einfache Handlung..., in der Lily Ho und der Hauptdarsteller Yue Hua ihre Aufgabe solide lösen. Beides sind souveräne Schauspieler, die mit wenig Mimik aber eindringlich ihre Figuren dem Zuschauer nahe bringen.
Und hier wird aber auch gleich zum Beginn das Hauptmanko dieses Eastern deutlich...., Chang Tseng-Chai scheint wenig Zeit (zu wenige Meter Film) zu haben. So wird denn vieles hastig abgehandelt...., und die Möglichkeit einen richtig kernigen Film zu machen, leider vertan.....
Schnell erscheinen auch Yue Hua´s Sidekick in diesem Streifen, Chin Feng, und die villains mit Ma Chien-Tang und Shek Kien ("Der Mann mit der Todeskralle") auf der Bildfläche. Diese machen gemeinsame Sache mit der Polizei in Person von Fan Mei Sheng und Tang Ti. Alle spielen überzeugend..., Fan Mei Sheng richtig verbissen bärbeißig, wie man ihn als Shaw-Fan ja kennt, und Shek Kien hat ein richtig fieses Grinsen drauf, dass man reinhauen möchte. Beide machen ihre Sache ausgezeichnet und sind darstellerische Lichtblicke in dieser Produktion!
Genauso wie Chiang Nan..., welcher letztendlich auch zu den villains stößt. Er ist wieder äußerst hinterhältig, schleimig und fällt seiner Chefin Lily Ho in den Rücken...., und stellt dies gewohnt gekonnt dar.
Der Eastern "The casino" ist in reinen Studio-Kulissen umgesetzt...., zweckmäßig hinsichtlich einer Polizei-Station und den Wohnstätten, großzügig und durchaus Atmosphäre gebend die Spielhöllen betreffend. Dennoch ist das Ambiente schlicht und bezüglich der gesamten Atmosphäre wenig packend..., man merkt auch hier dem Film seinen einfachen Character an.
Quintessenz eines Eastern..., das KungFu. Dieses ist dynamisch...., flink bewegt sich Yue Hua, der hier den Großteil der Action zu verrichten hat. Obgleich auch in den Fights bis zum Finale auch mal das Blut spritzt, sind die Fights jedoch relativ soft/sleazy wirkend...., fast so in etwa wie viele Fights vor dem Show-Down in "The pirate", welcher 1 Jahr später unter der Regie Chang Cheh´s mit David Chiang und Ti Lung entstand.
Das Finale, der Show-Down in "The casino", ist natürlich der Höhepunkt des Streifens, hier wird es dann richtig blutig und die Aktionen intensivieren sich.
Dann werden hier auch Münzen, Würfel und Gefäße zu tödlichen Geschossen...., welche sich in die Schädel per Wurf rammen. Hier wird mit dem Mittel des Schnitts gearbeitet..., und manches wirkt da gekünstelt und fast zum Schmunzeln. Doch ist der Show-Down schon dramatisch...., und auch hier zeigt sich das Hauptmanko zum Ende hin: Chang Tseng-Chai hat keine Zeit..., und will ratzfatz zum Ende kommen. Hier hätten dem Film doch nur ein paar Minuten mehr Laufzeit sooo gut getan...., heijeh!
"The casino"...., es ist ein einfacher, unterhaltender Eastern..., eine echte Fließband-Produktion, schnell abgehandelt, ohne Tiefen, ohne Ambition. Nur etwas mehr Laufzeit, wäre auch mehr für die Qualität dieses Streifens gewesen, der denn doch unter seinen Möglichkeiten blieb. Es wäre mehr möglich gewesen, die Chancen dafür wären da gewesen..., Chang Tseng-Chai vergibt hier leider diese durch eine überhastete Regie.
Man kann sich "The casino" als Fan des Genres ansehen..., schlecht ist der Streifen keineswegs. Es ist ein Vertreter des Genres "Eastern für zwischendurch", und gefällt als Eastern für den Kaffee-Tisch am Sonnabend nachmittags. Nicht weniger aber auch nicht mehr.
So sind denn meines Erachtens sehr, sehr knappe, hochgerechnete und etwas wohlwollende 7/10 Punkte für "The casino" zu vergeben.....