Die Story ist nicht wirklich interessant und der Film ist aufgrund der Lauflänge von über 2 Stunden vor allem im Mittelteil etwas langatmig geraten. Da kann auch die coole Mucke und das geniale Styling nicht gegen an.
Außerdem sollte man sich fragen was solche Stars, oder Ex-Stars, wie Kevin Costner und Kurt Russel in diesem Film suchen. Vermutlich haben aber die beiden Hauptdarsteller einfach nur erkannt, daß sie keine Publikumsmagneten mehr sind und haben in diesem Anti-Mainstream Road Movie just for fun mitgespielt. Den scheinen sie auch gehabt haben.
Was aber hat der Zuschauer davon?
Nun ja ... zwei brilliante Shootouts! Die sind schweinblutig, ziemlich abgefahren inszeniert und wirklich explosiv. Die Waffen sind möglichst groß. Die Zeitlupe möglichst ausgedehnt, damit auch ja jede Kugel und jeden Blutspritzer erkennbar ist. Jede Einstellung perfekt gestylt und mittendrin ein knallharter Costner, der wie ein Berserker mit seiner Wumme durch die Gegnermassen zieht und den Bodycount in die Höhe treibt. Selbst für sinnvoll eingesetzte und nicht übertriebene Matrix-Effekte war noch Platz.
Mit die besten Shootout-Szenen die seit langer Zeit in Amerika produziert wurden. Wahrhaftig. Wie der ein R bekommen hat, ist mir schleierhaft.
Auch wenn der Film größtenteils Durchschnitt ist und gelegentlich nervt (das Kind), die beiden Actionszenen sind jedes Geld wert.