Mit "Heartbreakers"präsentiert sich eine ganz ordentliche Mischung aus Romanze und Schwarzer Komödie, in der Jennifer Love Hewitt und Sigourney Weaver als Mutter und Tochter reihenweise schwanzgesteuerte Männer austricksen dürfen.
Das Rezept der Komödie geht zunächst prima auf, denn Frau Weaver ist in Bestform und bügelt so manche darstellerische Unsicherheit ihrer Filmtochter wieder aus, zusätzlich spielt Ray Liotta den gelackmeierten Bräutigam überraschend sympathisch. Niveaulosigkeiten finden sich erfreulich wenig, man kann trotzdem ohne Bedenken lachen, wenn etwa Deans Hormone kurz vor der Hochzeitsnacht fast überschäumen und das Hotelzimmer im langen Gang einfach nicht kommen will.
Trotz der erfrischenden, unbeschwerlichen Sommer-Optik mischen sich mit zunehmender Dauer immer mehr Hänger ein, so wird oben beschriebenes Vorgehen so lange ausgereizt, bis es den Zuschauer irgendwann auch langweilt und es zu der ein oder anderen nicht nachvollziehbaren Handlung kommt, wenn beispielsweise Page zum zehnten Mal von Jack abgehauen ist, wieder zurückkommt und beide plötzlich heiraten wollen. Selbst ein hinreißend ekliger Gene Hackman, dessen Ableben ein paar echt schwarze Einlagen zur Folge hat, kann das dramaturgisch recht dürftige Drehbuch in der zweiten Hälfte nicht mehr retten.
Was bleibt, ist kurzweilige Unterhaltung und beim ersten Mal ein paar ordentliche Überraschungen inklusive Schlussgag, von einem Film, der sich selbst nicht zu ernst nimmt und bei allem Anspruch, eine fiese Komödie zu sein, letzten Endes doch nur leicht verdauliche Hollywood-Kost bietet. Allerdings war Jennifer Love Hewitt nie so sexy wie hier, sodass bereits die minütlich wechselnde Garderobe mit immer aufreizenderen Outfits ein Einschaltgrund für alle Männer sein sollte.