Nur in Ansätzen überzeugend ist dieser Horrorthriller von Mark Atkins, dessen Unerfahrenheit leider allzu deutlich zu erkennen ist. Dazu noch eine ideenlose und wenig gehaltvolle Story und schon haben wir einen weiteren Film, an den man sich bereits eine Woche später kaum noch erinnern kann.
Drehbuchautor Jeff bekommt ein lukratives Angebot: Im Auftrag des skurrilen George Truman soll er ein Script über einen 35 Jahre zurückliegenden Mord verfassen. Demnach hatte einst ein gewisser Gary Gramm, seines Zeichens selbst Autor, im Wahn die Schwiegereltern und seine schwangere Frau umgebracht und sich anschließend selbst angezündet.
Doch während Jeff am Drehbuch arbeitet, scheinen die getippten Zeilen zur Realität zu werden. Erst stirbt eine Freundin bei einem Verkehrsunfall, dann mehren sich Unfälle in seinem Umfeld und zu allem Überfluss wird auch noch seine Frau schwanger. Kann Jeff die Zukunft aufgrund des Drehbuchs beeinflussen oder lastet gar ein Fluch auf ihm?
Zunächst macht das Rätseln ja noch einigermaßen Spaß und ein Unfall beim Baseballspiel kommt sogar recht überraschend. Aber nach etwa einer halben Stunde hat man das Treiben durchschaut und spätestens als klar wird, dass das Kind im Bauch der Schwangeren von damals möglicherweise überlebt hat, ist alles gelaufen.
So wird aus dem anfänglichen Filmfluss ein kleines Rinnsal, aus dem sich nur noch ein paar kleine Splatterfische an Land ziehen lassen, wie ein Bohrer im Auge aus seitlicher Perspektive.
Zudem pendeln Kamera und Schnitt zwischen TV-und Amateurniveau, mit Wackelbildern und schlecht getimten Szenenwechseln. Nicht viel besser sind die Darsteller, einzig Udo Kier kann als Exzentriker eine passable Leistung abliefern, alle anderen enttäuschen auf ganzer Linie. Vor allem Adam Baldwin, der als von Visionen geplagter Jeff nur zwei Gesichtsausdrücke kennt.
Der Verlauf lässt sich früh erahnen, Spannung und Atmosphäre auf minimaler Sparflamme und dazu eine unterdurchschnittliche Inszenierung. Und der scheinbar unumgängliche Cliffhänger am Ende lässt Schlimmes erahnen…
Knapp
4 von 10 Punkten