Review

Bei dieser Comicadaption auf zündende Gags zu warten,ist ein genauso hoffnungsloses Unterfangen,wie sich ein Mon Cheri in den Hintern zu schieben und zu hoffen,davon betrunken zu werden,denn ähnlich wie jüngst „Clever & Smart“hat man bei dieser Verfilmung alles versemmelt,was den Charme des ursprünglichen Comics ausmachte.

Inhaltlicher Rundumschlag:
Die Daltons können nach 12 Jahren Knastaufenthalt nach Mexiko flüchten und einen magischen Sombrero stibitzen,mit dem man unverletzbar ist.So plant man nun den Überfall auf die Gulch City Bank,doch Lucky Luke stellt sich ihnen entgegen.

Til Schweiger als Lucky Luke ist eine furchtbare Fehlbesetzung.Glücklicherweise ist er insgesamt nur ein paar Minuten zu sehen,denn die meiste Zeit geht für das alberne Getue der Daltons drauf und das gestaltet sich als kindisch,plump und furchtbar pointenlos.Damit kann man höchstens Grundschüler beeindrucken,die wegen mehrfachen Sitzenbleibens mit dem Auto zur Schule fahren…
Da zündet wirklich nicht ein einziger Gag,denn die waren schon zu Zeiten Laurel & Hardys ein alter Hut.Ein paar – größtenteils schlecht gemachte – Computereffekte mit Anspielungen auf Matrix und Mars Attacks geben dem Ganzen den Rest.
Ebenfalls ärgerlich ist der unverfrorene Einsatz bekannter musikalischer Evergreens wie Morricones „Spiel mir das Lied vom Tod“,dem „Peter-Gunn“-Theme oder Bizets „Carmen“.

Doch zumindest kann die Optik einigermaßen überzeugen,die teilweise recht kräftigen(Comic)-Farben lassen das niveaulose Geschehen nicht ganz an einem vorbeilaufen und tatsächlich konnte man mir ein Schmunzeln entlocken,als mit der Grenzüberschreitung der Daltons nach Mexiko der Farbfilter schlagartig auf Gelb umschlug.
Somit gibt´s hierfür noch einen zusätzlichen Gnadenpunkt für den ansonsten schwachsinnigen und kindischen Versuch einer Comicverfilmung.
2 von 10 Punkten

Details
Ähnliche Filme