Halloween 2 macht dort weiter wo Halloween 1 aufhört, nämlich bei dem genialen Showdown. Und dieser ist dann folglich dann bei Teil 2 erst der Anfang, denn die Blutnacht geht weiter.....
Rick Rosenthal hatte wirklich eine tolle Idee, diesen Film direkt an den ersten anzuknüpfen, dass wenn man beide Teile hintereinander sieht, ein fantastisches spannendes Filmspektakel erlebt. Wie bekannt sein sollte, geht es in Halloween 2 härter zu als im ersten Teil (man betrachte den Gegensatz FSK 16 uncut – beschlagnahmt 18); einen ärgeren Gegensatz kann es eigentlich nicht geben (na gut, es gäbe noch ,,ohne Altersbeschränkung“ – beschlagnahmt 18), aber ich glaube kaum, dass ein Teil der Benjamin Blümchen Reihe verboten ist.
Die Morde sind zwar vom Prinzip her recht hart ausgefallen, aber was Gore (von Splatter wollen wir gar nicht reden) angeht, kann dieser Film kaum punkten. Die Morde sind sehr unblutig ausgefallen, aber wesentlich härter und brutaler als im ersten Teil.Beispielsweise kriegt man mal ne aufgeschlitzte Kehle zu sehen, was aber auch nicht unbedingt der Hammer ist. Apropos Hammer; einen solchen bekommt man auch mal in Nahaufnahme auf einem Kopf zu sehen, was leider auch ohne Gore ausgefallen ist, dafür aber nichts desto trotz dennoch hart wirkt. Deshalb kriegt der zweite Teil von mir auch ,,nur“ 8 Punkte. Aber die Atmosphäre wurde sehr gut von Teil 1 übernommen, was unbedingt notwendig war, denn man kann ja sagen, dass die beiden Teile zusammen einen Film ergeben.
Die Beschlagnahmung ist ähnlich wie bei ,,Das Böse“ völlig sinnlos, eine Indizierung hätte wohl vollkommen gereicht. Aber was soll´s, das trägt immerhin noch etwas dem Kultstatus bei.
Noch etwas zum Storyverlauf. Es ist schon bemerkungswert, wie gelassen und routinemäßig Michael Myers hier zu Werke geht. Laurie wird in s Krankenhaus eingeliefert; schon läuft er im bekannten Michael Myers Style ganz cool und langsam dorthin, wo dann gleich munter gemordet wird. Hier müssen aber auch einige Leute ihr Leben lassen, die Michael Myers überhaupt nicht im Wege stehen. Die Zielperson (Laurie) ist irgendwo, doch Myers läuft erst mal in den Keller runter, wo man dann gleich mal ne Krankenschwester im kochend heißen Wasser ertränkt wird. Der ganze Film spielt praktisch nur im Krankenhaus. Den einen wird es langweilen, der andere wird sagen: Naja, das baut schließlich weitere Atmosphäre auf. Und so ist es auch, man sieht praktisch die ganze Zeit Kamerafahrten durch dunkle Gänge und erkennt auch nicht immer alles.
Natürlich wäre noch die umstrittene sowie legendäre Spritze-im-Auge-Szene zu erwähnen, die in vielen Fassungen als einzige fehlt. Die Astro Video Fassung ( die ich glücklicherweise habe) ist die einzige Uncutfassung auf VHS. Die Szene, in der ein Mann den Raum betritt, in der eine Krankenschwester ausgeblutet auf einer Tragbahre liegt und sich schon eine riesige Blutlache im Zimmer breitgemacht hat, ist auch nicht schlecht, v.a. als der Mann dann auch noch in ihr ausrutscht! Bei dieser Szene, die ungefähr eine Minute dauert, hat es unser Lieblingslabel Best Entertainment natürlich geschafft bei ihrer rausgebrachten 16er-Fassung (ich sag nur ,,Neue Version“!), diese ganz geschickt herauszukürzen.
Fazit: Ganz unterhaltsamer Slasher, der zwar harte Morde bringt, nur leider ohne Gore und Splatter.
8/10 Punkten.