Nahtloser Übergang. Nach der aufreibenden Hetzjagd der Halloween-Nacht wird Laurie (Jamie Lee Curtis) verletzt und traumatisiert in das Krankenhaus von Haddonfield eingeliefert. Obwohl Psychiater Dr. Loomis (Donald Pleasence) sechs Schüsse auf den Serienkiller Michael Myers abgefeuert hat, ist der Maskierte flüchtig. Doch Loomis ahnt, dass Michael sein blutiges Werk fortsetzen wird...
HALLOWEEN II setzt direkt am Ende von Teil 1 an. Für Darsteller und Crew sind drei Jahre vergangen. Teil 2 ist nicht mehr der Hochspannungsslasher wie es das Carpenter-Werk war, sondern ein reinrassiger Killerfilm. Ergo: Mehr Blut, mehr Gewalt, mehr Tote. Die Kills erreichen einen fortgeschrittenen Härtegrad, siehe u.a. die Spritzenszene. Dagegen wirkt Teil 1 beinahe zart und zurückhaltend. Unter den Dampfhammerkills leidet, ganz klar, der Spannungsboden und auch die Handlung wirkt extrem nebensächlich. Dennoch ist der Film ganz unterhaltsam geraten, wenn auch nicht sonderlich intelligent. Der treibende Thrill des Originals ist dahin. Ebenso die lauernde Bedrohung, die den Zuschauer permanent in Hab-Aucht-Stellung unter die Decke kriechen ließ. Dafür wirft die Fortsetzung Licht ins Dunkle, was überhaupt der Grund für Michaels Amoklauf ist. Ben Tramer, der Junge, in den Laurie heimlich verliebt ist, wird von einem Polizeiauto überfahren und verbrennt bei lebendigem Leib. Einleitend und im Abspann ertönt der Song "Mister Sandman, Bring Me A Dream...". Im Hintergrund läuft NIGHT OF THE LIVING DEAD im TV. Es erinnert so vieles an eine Farce.
Regisseur Rick Rosenthal war unter anderem für den Rohrkrepierer HALLOWEEN 8: RESURRECTION und DIE VÖGEL II verantwortlich. Gut zu wissen...
Body Count: 10
Fazit:
Blutiges Killerfilmchen und einigermaßen zufriedenstellende Fortsetzung, die aber meilenweit hinter der Klasse des Originals zurückbleibt.