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Dr. Loomis hat am Ende des epochalen ersten Teiles sein Magazin in Michael Myers entladen, doch dieser ist nicht tot. Während Laurie ins Krankenhaus befördert wird, sinnt dieser auf Rache und hinterlässt eine Vielzahl von Opfern.

Über den ersten Teil muss man sicherlich keine Worte mehr verlieren, wohingegen Teil 2, der direkt an den vorherigen anknüpft, nicht ganz so bekannt und beliebt ist. Sicherlich ist dies auch der Tatsache geschuldet, dass er in Deutschland immer noch nach Paragraph 131 beschlagnahmt und somit auch in seiner ungeschnittenen Form aus den Kaufhäusern verbannt ist.

Logischerweise fühlt man sich direkt an Teil 1 erinnert, wobei hier natürlich eine etwas andere Dynamik vorherrscht. Die Bedrohung ist von Anfang an offener spürbar und Myers ist natürlich nicht mehr das Mysterium, das er zuvor dargestellt hatte. Auch der maximale Grad an Gruselatmosphäre wird nicht ganz aufrechterhalten, was aber auch kaum möglich gewesen wäre. Dennoch ist die Szenerie des Krankenhauses eine gute Wahl und verbreitet mit seinen dunklen Ecken ein angenehm klaustrophobisches Gefühl. Ebenso versteht man es, Michael gewieft in Szene zu setzen – die Szenen mit ihm funktionieren durchweg gut bis sehr gut. Dies ist bei späteren Fortsetzungen in diesem Ausmaß nicht mehr der Fall.

Seltsamerweise ist der Anfang (von ein paar Ausnahmen abgesehen) verhältnismäßig still und es dauert ein wenig, bis „Halloween 2“ an Fahrt aufnimmt. In Anbetracht des bereits etablierten Konfliktes eine interessante Wahl, obwohl natürlich ab und an einige Längen auftreten. Diese sind aber nie zu stark spürbar. Der Blutgehalt wurde angenehm gesteigert und die FX sind größtenteils effektiv ausgefallen, obwohl alles aus heutiger Sicht eher seicht erscheint (wie bei allen 80er Slashern).

Fazit: Sehr starke Fortsetzung, die man getrost als gelungen bezeichnen kann. Die Mischung aus der ursprünglich etablierten Atmosphäre und etwas heftigeren Morden trägt „Halloween 2“ die ganze Laufzeit hindurch und es kommt nur selten Langeweile auf. Auch hat man das Gefühl, dass der Film sich konstant steigert, was bei einem Slasher stets eine gute Wahl ist. Wohl das stärkste Sequel aus der Originalreihe.

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