Funktioniert Nummer eins, kommt bald Nummer zwei. Nach diesem Motto kam zwei Jahre später " American Fighter 2 " und in den 80er Jahren liefen solche Filme bei uns sogar noch im Kino, obwohl wir es hier mit einem B.Movie zu tun haben, welches aber immerhin von Cannon ordentlich budgetiert wurde. Avi Lerner ( Nu Image ) hat hier seinen ersten Auftritt als ausführender Produzent. Regisseur Sam Firstenberg macht schon wie im Erstling einen sehr guten Job. Zu diesen Zeiten ging es Menahem Golan und Yoram Globus mit ihrer Produktionsfirma richtig gut, leider mussten sie 91 das Handtuch werfen.
Story:
Joe Armstrong ( Michael Dudikoff ) und Curtis Jackson ( Steve James ) sollen das Verschwinden amerikanischer Marines aufklären. Schon bald stoßen sie erneut auf Ninjas, welche auf einer abgelegenen Insel am Fließband produziert werden. Diese treten bald in Aktion und wollen ihr Geheimnnis um jeden Preis bewahren, daher sehen sich Joe und Curtis bald ettlichen Attacken ausgesetzt. Doch mit Hilfe der Marines planen sie einen großen Gegenschlag.
Auch die Story stammt eindeutig vom Fließband und ist erstens sehr einseitig, zweitens überraschungslos und drittens spannungsarm. Dies war eine ganz beliebte Story in den 80ern, dass mal wieder ein paar Amerikaner gekidnappt wurden und irgendjemand mit Brachialgewalt zu Rettung eilt, Logiklöcher inklusive. Immerhin lässt man den Patriotismus ganz stecken. Wer sich so einen Film ansieht sollte auch nicht auf die Story aus sein, hier geht es einzig und allein um die Action und davon gibt es reichlich. Der Zuschauer gerät von einer Klopperei in die Nächste. Die Ninjas treten hier in Massen auf, werden verprügelt, abgestochen, verbrannt, oder bekommen gleich das Genick gebrochen. Auf jeden Fall darf sich Dudi hier richtig austoben und der Bodycount ist recht beachtlich. Wie im Erstling zieht man mit verschiedenen Waffen wie Messer, Kampsstöcke, Schwerter, Pfeile oder Morgensterne in den Kampf. Neben diverser Martial Art Fights gibt es aber auch genug nette Old School Prügeleien zu sehen. Zum Schluss kommt der typische Großangriff, da gibt es dann nochmal richtig auf die Fresse und geballert wird auch, aber unblutig. Blut ist hier eh Mangelware, zwar sterben die Gegner in Dutzenden und recht spektakulär, aber völlig unblutig. Der Erstling war wesentlich härter. Ein bisschen Humor hat man auch eingebaut, für den vor allem Curtis sorgt.
Die Kulisse könnte exotischer nicht sein. Praller Sonnenschein, hellblaues Wasser, dazu gibt es eine richtig fetzige Musikuntermalung.
Michael Dudikoff ist wahrhaftig kein Edelmime, macht seine Sache aber gut und sieht in den Kampfszenen, trotz mangelnder Martial Art Kenntnisse perfekt aus. Steve James ist sympatisch und kann sich gut prügeln. Der rest des Feldes reicht für den Durchschnitt.
Fazit:
Actionstarke Fortsetzung mit billiger Story und einigen Logikfehlern. Die Spannung geht gleich baden, jedoch kommt dank dauernder Action keine Langeweile auf. Schicke Kulisse, moderater Score und passable Darsteller.
Unterhalten wird man prächtig, typischer 80er Jahre Actioner ohne Sinn und Verstand, aber mit viel Action.