Nach zwei Jahren schob man die Fortsetzung zu „American Fighter“ (Orig. “American Ninja”) nach und wieder nahm Sam Firstenberg auf dem Regiestuhl Platz. Auch das Duo Dudikoff und James erklärten sich dazu bereit wieder mitzumischen. Mit der Fortsetzung konnte man auch auf ähnlich hohem Niveau des Erstlings anknüpfen und alle Beteiligten haben gute Arbeite geleistet.
Irgendwo auf einer Karibikinsel verschwinden Marines auf unerklärliche Weise. Daraufhin setzt die Regierung die beiden US-Army Offiziere Joe Armstrong (Michael Dudikoff) und Curtis Jackson (Steve James) auf den Fall an um etwas Licht in das Geschehen zu bringen.
Dabei werden sie auf den Industriellen Leo Burke (Gary Conway) aufmerksam, den jeder nur den Löwen nennt. Dieser setzt schon bald seine Ninjas auf die beiden Kampferprobten an und während sich Armstrong und Jackson zur Wehr setzen, müssen sie des Rätsels Lösung herausfinden ...
Wieder einmal präsentiert sich der Plot sehr banal und ist noch oberflächlicher als es noch beim Vorgänger der Fall war. Dabei werden zu Beginn unseren beiden Helden schon nicht besonders nett von den Einheimischen empfangen. Natürlich ändert sich dies sehr schnell und bald freundet man sich mit den meisten Marines auch schon an. Also machen sich die beiden auf die Suche nach dem Übeltäter und entdecken dass der Hauptschurke mit Hilfe eines Professors genmanipulierte Ninjas züchtet um sie für seine Interessen zu missbrauchen. Nach Logik sollte man hier keinesfalls suchen, denn wenn Armstrong und Jackson mit den Marines eine Bootstour unternehmen und dabei das Motorboot einfach so einen Motorschaden aufweist, den einer der Marines absichtlich verursacht hat und man sich diesen Problems nicht annimmt, sondern erst mal eine Runde schwimmen geht. Nur Armstrong bleibt als einzigster beim Boot zurück und entdeckt die Fehlfunktion und bemerkt das es Sabotage war, jedoch fragt später keiner danach wie er nun das Boot doch noch repariert hat. Auch beim direkten Überfall auf der Insel fragt man sich wie die Ninjas so unbemerkt da hin gekommen sind ohne das sie jemand bemerkt hat.
Die Actionszenen sind zahlreich vorhanden, auch wenn es im Vorgänger noch etwas mehr waren. Auch hier gibt es sehr wenige Shootouts, die aber recht ansehnlich von Firstenberg inszeniert wurden. Aber vor allem von den Martial Arts Auseinandersetzungen lebt der Film. Wieder liefern sich unsere beiden Helden recht zahlreiche Kloppereien und benutzen diverse herumliegende Gegenstände zur Verteidigung. Neben Schwerten, kommen auch Wurfsterne und Pfeile, sowie Ketten zum Einsatz. Auch einer Barschlägerei darf an dieser Stelle nicht fehlen, die schon slapstickartig rüberkommt und mich sofort an alte Bud Spencer und Terence Hill Filme erinnert. Nur leider sind die Kämpfe weniger spektakulär und wirken auf Dauer etwas monoton.
Auch ist man hier noch etwas mehr darauf bedacht, das keiner Verletzungen davon trägt und die Kameraeinstellungen zeigen, dass manche Gegner nie wirklich getroffen werden. Auch bei der Schwertchoreographie laufen einem meist die Gegner einfach so vor die Klinge, somit kann man das Geschehen nie wirklich ernst nehmen und die nötige Unterhaltung und Humor sind schon vorprogrammiert.
Michael Dudikoff kann sich schauspielerisch hier sogar etwas steigern, und hat zwei Gesichtszüge mehr auf Lager, während Steve Jackson einige Sprüche zum Besten gibt und beide einfach ein tolles Team abgeben.
Gary Conway ist als Bösewicht ganz OK, aber die Cannon Schmiede hatte schon bessere parat und die anderen Darsteller agieren auf gutem B-Movie Niveau.
„American Fighter 2 - Der Auftrag“ bietet keinerlei Story, und die im Film vorhandene dient nur zur Verbindung der Actionszenen. Diese sind recht zahlreich vorhanden, nur hatte der Vorgänger ein wenig mehr davon und das Tempo war auch etwas höher.
Wer jedoch schon Gefallen am ersten hatte, der wird auch seinen Spass beim Nachfolger haben.