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Auf einer Karibikinsel werden einige Marines, die eigentlich zur Bewachung der amerikanischen Botschaft eingesetzt waren, entführt. Das einzige, was man über die Täter weiß, ist, dass sie schwarz gekleidet waren. Die beiden Army-Ranger Armstrong und Jackson werden auf den Fall angesetzt und auf die Insel geschickt. Von den dortigen Marines missgünstig angesehen, entdecken sie dennoch, dass hinter den schwarzgewandeten Personen High-Tech-Ninjas stecken, die als perfekte Killermaschinen programmiert wurden.

Golan/Globus Filme aus den 80ern waren eigentlich nur für eines bekannt, viel Action, aber wenig Logik. In diese Kategorie reiht sich dann auch American Fighter II pflichtschuldigst mit ein. Wie in Teil eins darf sich wieder Michael Dudikoff durch die exotische Botanik prügeln, nur diesmal eben zusätzlich mit Karibikflair. Die Story dabei ist ebenso unlogisch wie nebensächlich. Eine billige Dr. No Kopie versucht auf seiner abgeschotteten Insel gentechnisch aufgepimpte Superninjas zu züchten (so ne Art frühe Universal Soldier Designstudie) und kommt auf die hochdämliche Idee, dafür Ami Marines zu entführen. Erregt ja auch bestimmt keine Aufmerksamkeit, vor allem weil der Film ja selbst etabliert das es Normalos von der Insel auch getan hätten, was für ein depperter Plan.
Das beste ist eh immer sobald das Logo der Cannon Group über den Schirm flimmert, das Hirn auf einen langen Abendspaziergang zu schicken. Positiv an dem Werk ist natürlich hauptsächlich die Action, diese ist zwar arm an Blut, aber dafür reichhaltig an Screentime und diversen Knochenbrüchen. Dennoch sind die vielen Kampfszenen seltsam unspektakulär und eher schwach choreographiert, ab und zu wird versucht das ganze mit ein wenig Humor aufzupeppen, aber selbst dies geht ziemlich in die Bermudashorts. Es ist beinahe schon seltsam das dieser Martial Art B-Actioner sogar bis vor kurzem noch indiziert war.
Von darstellerischer Seite ist ebenso mal wieder Schmalhans Küchenmeister. Mann ich hatte glatt vergessen, was Michael Dudikoff zu dieser Zeit für ein beschissener Schauspieler war. Nicht das man ihm heutzutage den Oscar hinterherwerfen müßte, aber zumindest so seit Crash Dive Zeiten 10 Jahre später hat er doch zumindest ordentliche Fortschritte gemacht. Hier ist er aber noch dermaßen steif, das im Vergleich zu seiner Mimik ein Brückenpfeiler wie ein Ausbund an Agilität wirkt. Sein Kollege Steve James spielt ihn jedenfalls mit Karacho an die Wand, ohne selbst glänzen zu müssen.
American Fighter II ist leider nicht mehr als eine mittelmäßige Prügelorgie, die zwar zu keiner Sekunde langweilig ist, aber auch nichts bietet, was den Zuschauer mitreißen könnte. Auch wenn gemetzelt wird bis die Schwarte kracht, sind die Handgemenge doch eher lau und repetativ, könnte mir aber vorstellen das diese mit jedem Promille mehr besser rüberkommen.
5/10

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