American Yakuza variiert das Thema des Undercovercops, der sich in eine kriminelle Organisation einschleicht, um ein weiteres Mal. Gesehen hat man dies nun schon sehr oft (The fast and the fourius, point break, drop zone...). Leider vergisst der Film den Zuschauer in die Welt der Yakuza zu entführen und was bleibt ist ein leicht überdurchschnittlicher Thriller.
Zur Story: FBI Agent David Brandt wird bei einer Yakuzagang eingeschleußt um Infos zu sammeln die irgendwann dazu ausreichen sollen die Verbrecher zu überführen. Brandt freundet sich mit dem Stellvertreter des Bosses an und verliebt sich in die hübsche Yuko. Als eine verfeindetet Gang die Yakuza überfällt beschließt das FBI nichts zu unternehmen. David muss sich entscheiden auf wessen Seite er steht.
Viggo "Aragorn" Mortensen in einem seiner frühen Filme, überzeugt sehr gut als Undercoveragent. Auch wenn man der Figur etwas mehr Tiefe verleihen hätte können.
Ryo Ishibashi ist leider nur ein stereotyper Yakuza ohne irgendwelche Besonderheiten.
Die restlichen Schauspieler sind, mit Außnahme von Robert Foster als Vorgesetzter, weitgehend unbekannt.
Wie schon angedeutet ist das Hauptproblem des Films, dass leider sehr wenig von der fremden Welt der Yakuza gezeigt wird und das die Thematik Undercovercop weitgehend bekannt ist. Was den Film rettet sind dann doch die Actionszenen die mit recht harten Shootouts punkten können. Auch sonst gibt es einige gelungene Stellen, wie z.B. die Verkaufsfahrt bei der die Yakuza versuchen die amerikanischen Songs mitzusingen.
Alles in allem überzeugt der Film leider nicht ganz. Hinzu kommt, dass es bis heute keine ungeschnittene Veröffentlichung in Deutschland gibt. Besser zu "Showdown in little Tokyo" greifen.
6/10