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"Two and a half men" - Die Sendung für alle Alkoholiker und solche die es werden wollen. Längst Kult und das nicht ohne Grund, zählt "Two and a half men" zumindest in meinen Augen zu den mit Abstand besten Sitcoms die in den letzten Jahren das Licht der Welt erblickten. Bubimann braucht täglich seine Dosis "Two and a half men" wie ein Junkie seinen Stoff!
Das Konzept der Serie ist simpel wie genial: Zwei Welten die unterschiedlicher nicht sein könnten prallen aufeinander und das Resultat ist dementsprechend. Da ist zum einen der dem deutschen Titel seinen Namen gebende promiskuitive Onkel Charlie, der trinkt und spielt, stinkfaul ist und das Leben in vollen Zügen genießt, sich dumm und dämlich verdient indem er mehr oder wenige gute Jingles für Frühstücksflocken und co schreibt, den ganzen Tag in seinem großen Strandhaus rumhängt und sich von seiner übergewichtigen Haushälterin Berta bedienen lässt, deren Sprüche einfach immer der Knüller sind. Eine Rolle, ganz zugeschnitten auf den Protagonisten Charlie Sheen, der "Two and a half men" mit seiner nicht aufgesetzten Coolness einen Großteil seines unvergleichlichen Charmes verleiht.
Als seine Frau Judith ihn vor die Tür setzt wendet sich sein Bruder Alan verzweifelt an den alten Junggesellen und bittet ihn um Obdach, die er ihm widerwillig gewährt. Der ist jedoch ganz anders: Er ist höflich, zuvorkommend, treu, zuverlässig und pflichtbewusst, geradezu verklemmt, mit anderen Worten das genaue Gegenteil von Charlie. Klar, dass es diverse Differenzen zwischen den beiden gibt und die sorgen einfach immer für die Belustigung des Zuschauers.
"Two and a half men" könnte zeitgemäßer nicht sein. Da werden diverse fragwürdige zumeist Jugendkulturen ebenso intelligent wie witzig auf die Schippe genommen, sei es nun der unter anderem stark vom Hip Hop geprägte Prolet in Form von Onkel Charlie, das Spießerdasein personifiziert durch Alan Harper oder das durch die steigende Präsenz von elektronischen Medien extrem beeinflusste Nerdtum durch seinen verfressenen, dümmlichen Sohn Jake.
Alle Rollen sind mit mehr als toll agiereden Akteuren besetzt und jeder einzelne Gag fruchtet bis ins Kleinste, sodass die Lachmuskeln aufs Übelste strapaziert werden. "Two and a half men" trotzt geradezu vor Bissigkeit und Orginalität. Dafür haben die beiden kreativen Köpfe Chuck Lorre und Lee Aronsohn schon gesorgt, mit zahlreichen endgenialen Einfällen in der Hinterhand, wie der ultrakomische Gastauftritt von Charlies Vater Martin Sheen als der Daddy seiner Stalkerin Rose, um nur einen der unzähligen zu nennen.
Irgendwann ereilte dann auch "Two and a half men" das Schicksal das schon Al Bundy einst widerfuhr. Ab Staffel 5 nahm das Niveau der Serie leider rapide ab. Dem hat der in der letzten Zeit verstärkt in den Schlagzeilen auftauchende Protagonist schließlich jedoch ein Ende gemacht. Ob das nun gut oder schlecht ist sei mal dahingestellt. Rest in Peace!