Review

Argento's Ausflug in die Staaten klang zunächst verheisungsvoll: Gute Darsteller, gute Location, spannende Story und nicht zuletzt FX-Legende Tom Savini onboard....
die Voraussetzungen für ein gelungenes Projekt waren also gegeben und ich war in großer Erwartung!
Doch prompt sickerten Meldungen aus dem Set, die zwar nett verklausuliert, wahrscheinlich um den Erfolg des Filmes nicht zu gefährden, aber eindeutig in jene Richtung zielten, die da hieß: "Trauma" wird ein gemäßigtes Werk, ein Argento mit angezogener Handbremse! So, da haben wir den Salat, der Meister im Würgegriff der Produzenten und Zensur. Eigentlich klar, denn um in Amerika Kasse zu machen musste ja ein Rated-R her, oder man eröffnet gleich ein Schwimmbad am Nordpol. Ich fragte mich, weshalb tut er sich sowas an und zog mir mit gedämpfter Erwartung später diverse Versionen des neuen Films rein.
Bis heute fällt mir eine abschliessende Bewertung von "Trauma" echt schwer, da der Film einerseits düster-atmosphärisch, mit guten Akteuren daherkommt und darüberhinaus die Spannung bis zum Ende halten kann, was Argento mit seinen nachfolgendem "Stendhal Syndrome" und "Sleepless" nicht unbedingt gelang.
Andererseits, wirkt "Trauma" in der Tat erstaunlich clean und blutleer. Die Savini Effekte kann man praktisch an einer
Hand abzählen und kommen nicht sonderlich überzeugend rüber. Argento wollte mehr, durfte aber nicht . Was bleibt, ist ein ordentlich spannender Thriller im Mainstreamformat, mit deutlichen Kompromissen.

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